Verringerter Verlust: Metro übertrifft Erwartungen

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Verringerter Verlust: Metro übertrifft Erwartungen

Metro überrascht die Analysten: Dank der Kauflaune der Deutschen konnte der Handelsriese mit einem kleineren Verlust als erwartet in das neue Jahr starten. Metro-Chef Olaf Koch sieht den Konzernumbau auf Kurs.

Der Handelsriese Metro hat dank reger Nachfrage im deutschen Heimatmarkt zu Jahresbeginn entgegen der Markterwartungen einen operativen Gewinn geschrieben. Konzernchef Olaf Koch sieht sich damit beim Umbau des Konzerns mit Töchtern wie Media-Saturn, Kaufhof und Real auf Kurs. Die ehemaligen Sorgenkinder Media Markt und Saturn sind zurück in der Spur und verbuchten auch im Internet-Handel ein deutliches Plus.

Die Ergebnisse zeigten, "dass die von uns auf breiter Front angestoßenen Veränderungen Schritt für Schritt zu greifen beginnen", betonte Koch am Donnerstag. Denn der Konzern verkraftete, dass die Verbraucher in Südeuropa angesichts immer neuer staatlicher Sparprogramme die Gürtel enger schnallen. In Deutschland konnte Metro dagegen flächenbereinigt den Umsatz steigern und auch in Asien strömten die Kunden in die Märkte der Kette.

Die Metro-Gruppe

  • Gesamtumsatz

    Gesamtumsatz: 66,7 Mrd. Euro

    Stand: 09.2013; Zahlen für 2012

  • Cash & Carry

    Umsatzanteil: 47 Prozent

  • Kaufhof

    Umsatzanteil: 5 Prozent

  • MediaSaturn

    Umsatzanteil: 31 Prozent

  • Real

    Umsatzanteil: 17 Prozent


Metro habe im ersten Quartal bei einem um 0,9 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro gesunkenen Umsatz einen operativen Ertrag (Ebit) von einer Million Euro eingefahren, teilte der Konzern in Düsseldorf mit. Bereinigt um die von Koch zum Verkauf gestellten oder bereits veräußerten Unternehmensteile wie die Großmärkte in Großbritannien legten die Erlöse indes leicht zu. Metro verließ damit auch die Verlustzone: Vor Jahresfrist stand noch ein operatives Minus von acht Millionen Euro in den Büchern. Unter dem Strich und nach Anteilen Dritter blieb ein Verlust von 16 Millionen Euro - den Koch aber auch dank positiver Steuereffekte eindämmen konnte. Denn im ersten Quartal 2012 war noch ein Fehlbetrag von 80 Millionen Euro angefallen.

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In Deutschland steigerte Metro den Umsatz um ein Prozent auf 6,1 Milliarden Euro - dabei half auch das frühere Ostergeschäft. Bei den Cash & Carry-Großmärkten, für die Koch angesichts der schleppenden Entwicklung selbst die Verantwortung übernommen hatte, schrumpften die Erlöse indes weiter. Bei Media-Saturn schoss der Umsatz dagegen in der Bundesrepublik um 5,1 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro in die Höhe. Die Deutschen sparen Konsumforschern zufolge derzeit so wenig wie nie zuvor - die Bereitschaft zu neuen Anschaffungen steigt damit, der Einzelhandel profitiert.

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Metro übertraf mit den Zahlen die Erwartungen des Marktes. Analysten hatten bei einem Umsatz von 15,47 Milliarden Euro mit einem operativen Verlust (Ebit) von 13,7 Millionen Euro und einem Verlust nach Anteilen Dritter von 22,5 Millionen Euro gerechnet.

Für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 bekräftigte Metro-Chef Koch seine Prognosen: Er erwartet weiter ein moderates Umsatzwachstum, dem operativen Ertrag (Ebit) vor Sonderfaktoren sollen Immobilien-Verkäufe auf die Sprünge helfen und ihn so über den Vorjahreswert von 706 Millionen Euro heben. Handelskonzerne fahren den Löwenanteil ihrer Gewinn im vierten Quartal mit dem Weihnachtsgeschäft ein. Dies fällt bei Metro dann in das neue Geschäftsjahr 2013/14.

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