Versandhandel: Otto senkt seine Gewinn-Prognose

Versandhandel: Otto senkt seine Gewinn-Prognose

, aktualisiert 07. Dezember 2011, 14:38 Uhr
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Der Vorstandsvorsitzende der Otto Group, Hans-Otto Schrader.

Quelle:Handelsblatt Online

Hohe Kosten für Rohstoffe und teure Löhne machen dem Versandhändler Otto das Leben schwer. Die Gewinnprognose wird Otto verfehlen. Die Ertragslage sei unbefriedigend, sagt ein Sprecher.

Die hohen Rohstoffkosten machen dem weltgrößten Versandhauskonzern Otto zu schaffen. Der Gewinn werde niedriger ausfallen als im vergangenen Jahr, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. „Die Ertragslage ist unbefriedigend.“

Als Grund nannte Otto die im Laufe des Jahres gestiegenen Beschaffungskosten. Hinzu kämen höhere Löhne und weitere Faktoren, etwa schärfere Umweltauflagen in China. Dies habe nicht durch höhere Preise ausgeglichen werden können.

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Damit bleibt der Rivale des weltgrößten Onlinehändlers Amazon hinter seiner eigenen Ankündigung zurück. Bei der Bilanzvorlage im Juni hatte der Hamburger Konzern mit Marken wie Otto, Trois Suisse, Bonprix, Baur und Crate & Barrel noch einen Gewinnzuwachs im einstelligen Prozentbereich für das Ende Februar auslaufende Geschäftsjahr in Aussicht gestellt.

Amazon hat für das traditionell wegen des Weihnachtsgeschäfts wichtige vierte Quartal sogar einen operativen Verlust nicht ausgeschlossen, weil die Kosten wegen der rasanten Expansion gestiegen sind.

Während Otto seine Gewinnprognose verfehlt, liegt der Konzern beim Umsatz nach eigenen Angaben auf Kurs: „Wir können sicher sagen, dass die Gruppe das Geschäftsjahr mit einem Umsatzzuwachs im einstelligen Prozentbereich abschließen wird.“ Das Onlinegeschäft, das im Einzelhandel inzwischen mehr als die Hälfte der Erlöse beisteuert, wachse um ein Fünftel. „Wir erleben zurzeit auch keine Kaufzurückhaltung zu Weihnachten.“

Die einzelnen Regionen entwickelten sich unterschiedlich, erläuterte der Sprecher. Während die Gruppe in Russland hohe Zuwachsraten erziele, sei das Geschäft in den Schuldenstaaten Südeuropas „besonders schwierig“. Details nannte Otto nicht. In Deutschland sei die Nachfrage stabil. „Wir spüren hier keine Kaufzurückhaltung wegen der Euro-Krise.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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