Viertägige Verhandlungen: Bewegung im Tarifstreit bei Karstadt

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Viertägige Verhandlungen: Bewegung im Tarifstreit bei Karstadt

In den Tarifstreit bei Karstadt kommt Bewegung. In viertägigen Verhandlungen verständigten sich Verdi und die Karstadt-Geschäftsführung „auf wesentliche Bausteine eines gemeinsamen Zukunftssicherungstarifvertrages“.

Die Gewerkschaft Verdi hat dem Karstadt-Management vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts Fortschritte in den Verhandlungen über Löhne und Arbeitsplatzsicherung bescheinigt. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass es bei dem angeschlagenen Warenhausriesen in der wichtigen Adventszeit zu Streiks kommt. Diese könnten das für den Konzern entscheidende Geschäft vor den Feiertagen empfindlich stören. Verdi will im Januar mit dem österreichischen Investor Rene Benko sprechen, der sich die Prunkstücke des Warenhausriesen gesichert hatte.
"Wir haben uns auf wesentliche Bausteine eines gemeinsamen Zukunftssicherungstarifvertrags verständigt", sagte Verdi-Verhandlungsleiter Arno Peukes am Donnerstag nach dem Ende der dritten Verhandlungsrunde in Frankfurt. Der Vertrag solle "die Punkte Beschäftigungs- und Standortsicherung sowie die Rückkehr in die Tarifbindung beinhalten", unterstrich er. Dies sei ein erster Schritt zu einer Lösung des Konflikts, es stünden aber noch schwierige Gespräche an. Die Verhandlungen sollen im Januar fortgesetzt werden.

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Karstadt erklärte, es zeichneten sich Lösungen ab. Beide Seiten seien zuversichtlich, dass im Januar 2014 Regelungen geschaffen werden könnten.
Der Kaufhof -Konkurrent hatte im Mai den Ausstieg aus der Tarifbindung bis 2016 angekündigt, um künftige Lohnerhöhungen nicht zahlen zu müssen. Damit brachte Karstadt die Gewerkschaft gegen sich auf. Für zusätzliche Unruhe sorgte der Verkauf von Mehrheitsanteilen am operativen Geschäft der Karstadt-Luxushäuser und der Sport-Filialen durch den Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen an den Investor Benko. Beschäftigte fürchten eine Zerschlagung des Konzerns, auch Spekulationen um eine Warenhaus-Ehe mit der Metro-Tochter Kaufhof gehen wieder um. Wiederholt legten Karstadt-Angestellte für eine Rückkehr zum Tarifvertrag und eine Standort- und Beschäftigungssicherung die Arbeit nieder.

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