VIP-Service: Diplomatenrabatt in Luxuskaufhäusern

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VIP-Service: Diplomatenrabatt in Luxuskaufhäusern

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Im Kaufhaus des Westens (KaDeWe) gibt es Diplomatenrabatte.

Im KaDeWe und in den Galeries Lafayette in Berlin bekommen Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes Einkaufsrabatte. Aber auch Diplomaten und Bundestagsabgeordnete profitieren von VIP-Kundenkarten.

Die 2000 Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes bekommen bis zu zehn Prozent Rabatt, wenn sie im KaDeWe in Berlin einkaufen. Einen ähnlichen Preisnachlass gibt es auch für Diplomaten beim Einkauf im Kaufhaus Galerie Lafayette, berichtet die "Welt".

Die Rabatte gelten für Elektronik-, Mode-, Beauty- und Haushaltsartikel, aber auch für Lebensmittel, Einrichtungsgegenstände oder Audioprodukte. Dienstleistungen, zum Beispiel Friseurbesuche oder grundsätzlich Reisen, können nicht vergünstigt erworben werden. Auch Concession-Shops im KaDeWe, wie Gucci oder Prada, entscheiden selbst über Rabatte. In vielen dieser Läden gibt es keine Preisnachlässe. Diplomaten und Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes sind damit die einzigen Gruppen, die wegen ihrer beruflichen Stellung Sonderrabatte beim Einkauf erhalten.

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Das KaDeWe erklärt: "Man erhält die Nachlässe bei der Vorlage von einem gültigen Diplomatenpass/einem Ausweis vom Auswärtigen Amt/ einem Empfehlungsschreiben des FFD." Demnach können auch Bundestagsabgeordnete die Rabatte in Anspruch nehmen, da sich jeder von ihnen beim Auswärtigen Amt einen Diplomatenpass beantragen kann. Wer die Rabatte in der Galeries Lafayette nutzen darf, der kann zusätzlich einen kostenlosen VIP-Shopping-Service buchen. "Dabei wird den Kunden ein Personal-Shopper beiseite gestellt und eine Beratung findet bei Champagner und Macarons in separaten Räumlichkeiten statt", betonte ein Sprecher des Berliner Kaufhauses gegenüber der "Welt".

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Obwohl die Diplomatenrabatte strafrechtlich nicht relevant sind, gibt es viele kritische Stimmen. Gisela Rüß ist Vorstandsmitglied der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International in Deutschland und fordert strengere Maßnahmen bei Rabattaktionen, so die "Welt". "Wenn nach den Regeln der öffentlichen Verwaltung Lehrer in bestimmten Fällen keine Blumensträuße annehmen dürfen, dann sollten auch für Beamte des Auswärtigen Amtes ähnlich strenge Maßstäbe gelten." Diplomatenrabatte führen dazu, dass der Eindruck einer Bevorzugung, Beeinflussbarkeit oder gar der Käuflichkeit entstehen kann, argumentiert Rüß. Denn Rabatte verfolgten immer konkrete Ziele, insbesondere bei Angeboten für bestimmte Berufsgruppen, von denen man sich etwas verspreche, wie Journalisten, Abgeordneten oder Beamten eines Bundesministeriums.

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