Warenhaus: Karstadt ruft Betriebsräte zu Krisentreffen zusammen

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Warenhaus: Karstadt ruft Betriebsräte zu Krisentreffen zusammen

Karstadt soll laut Medienberichten unter deutlichen Umsatzeinbußen leiden. Jetzt hat das Unternehmen die Betriebsräte aller Standorte am Montag zu einem Krisentreffen in der Zentrale zusammengerufen.

Der Warenhauskonzern Karstadt kommt nicht zur Ruhe: Die Geschäftsleitung hat die Betriebsräte zu Beratungen nach Düsseldorf einbestellt. Die Betriebsräte seien eingeladen worden, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi am Montag. Über die Inhalte, die erörtert werden sollen, sei bislang nichts bekannt. Ein Karstadt-Sprecher wollte sich zunächst nicht äußern. Zuletzt hatte es immer wieder Berichte über sinkende Umsätze bei dem Konkurrenten der Metro-Warenhaustochter Kaufhof gegeben. Karstadt streicht zudem Stellen.

Der Warenhauskonzern rechne in diesem Jahr mit einem Erlös von 3,129 Milliarden Euro, das seien 232 Millionen Euro weniger als bislang geplant, hatte die "WirtschaftsWoche" im April berichtet. Dieser Trend setze sich auch in den kommenden Jahren fort. So rechne Karstadt 2016 zwar mit einem Anstieg des Umsatzes auf 3,336 Milliarden Euro, allerdings seien das 375 Millionen Euro weniger als noch in der Mittelfristplanung von 2011 veranschlagt worden waren.

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Das 2010 vom Milliardär Nicolas Berggruen aus der Insolvenz übernommene Unternehmen hatte im vergangenen Jahr angekündigt, bis Ende 2014 insgesamt 2000 Stellen abzubauen. Der Schritt wurde seinerzeit mit den herausfordernden Marktbedingungen begründet. Details zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung nannte Vorstandschef Andrew Jennings nicht. Seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2010/11 hatte Karstadt erst verspätet Mitte Februar vorgelegt, Zahlen für 2011/12 wurden noch nicht veröffentlicht. Für das vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011 laufende Geschäftsjahr hatte Karstadt unter dem Strich einen Fehlbetrag von 20,8 Millionen Euro ausgewiesen.

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Konkurrent Kaufhof steigerte im ersten Quartal 2013 den Umsatz flächenbereinigt um 0,9 Prozent. Im vergangenen Jahr waren die Erlöse der Kette leicht um 0,9 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro gesunken. Der Karstadt-Konkurrent trieb indes seinen Gewinn in die Höhe: Das operative Ergebnis (Ebit) kletterte auf 136 Millionen Euro nach 94 Millionen Euro im Vorjahr. Kaufhof habe einen "echten Lauf" und jage der Konkurrenz Marktanteile ab, hatte sich Metro-Chef Olaf Koch Anfang des Monats gefreut.

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