Warenhauskonzern: Ikea-Managerin soll neue Karstadt-Chefin werden

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Warenhauskonzern: Ikea-Managerin soll neue Karstadt-Chefin werden

Beim angeschlagenen Warenhauskonzern Karstadt soll nach einem „Spiegel“-Bericht eine Ikea-Managerin neue Vorstandschefin werden.

Nun ist das Rätsel um die Nachfolge gelöst: Eva-Lotta Sjöstedt solle zum Jahresanfang Karstadt-Chef Andrew Jennings ablösen, dessen Vertrag Ende Dezember ausläuft, berichtete das Nachrichtenmagazin am Sonntag vorab. Der Karstadt-Aufsichtsrat müsse der Berufung noch zustimmen. Vom Warenhauskonzern war am Sonntag keine Stellungnahme zu dem Bericht zu erhalten.
Die Schwedin Sjöstadt hat in den vergangenen zehn Jahren auf verschiedenen Managementposten für den Möbelriesen Ikea gearbeitet, unter anderem in Japan und den Niederlanden. Zuletzt war sie für die globale Entwicklung des Multi-Channel-Geschäfts des Konzerns zuständig. Karstadt-Chef Andrew Jennings scheidet zum Jahresende aus dem Amt. Er hatte dem Warenhausriesen bescheinigt, bei der Sanierung noch nicht über den Berg zu sein. Reuters hatte jüngst aus Branchenkreisen erfahren, dass der einst als Karstadt-Retter gefeierte Eigner Nicolas Berggruen seinen Rückzug vorbereitet.

"Die ist ein ganz anderes Kaliber als Jennings", sagt einer, der sie kennt gegenüber dem "Spiegel". Zwar sei sie warmherzig und könne gut mit Menschen, gleichzeitig aber sei sie absolut zahlengetrieben. Kurz vor dem seit längerem angekündigten Führungswechsel an der Karstadt-Spitze gab es im vergangenen Monat Spekulationen, Signa könne zusammen mit dem israelischen Diamanten-Milliardär Beny Steinmetz auch die Mehrheit am Karstadt-Stammgeschäft mit weiteren 83 Warenhäusern zum Preis von nur einem Euro übernehmen. Nach der Ankündigung eines ehrgeizigen Konzepts unter dem Titel „Karstadt 2015“ kurz nach seinem Amtsantritt hatte Jennings zuletzt kaum noch einen Blick auf die Geschäftsergebnisse ermöglicht. „Wir haben nach wie vor einen weiten Weg vor uns“, hatte er einem Zeitungsbericht zufolge im September vor Mitarbeitern gesagt. Der Umsatz sei im September den zweiten Monat in Folge gestiegen, berichtete die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“. Karstadt hat derzeit rund 20 000 Beschäftigte.

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Nachdem Karstadt im Juni den bevorstehenden Abgang von Jennings verkündet hatte, war nach einem Nachfolger gesucht worden. Monatelang habe ein Kandidat nach dem anderen dankend abgewinkt, berichtete das Nachrichtenmagazin. Der Karstadt-Aufsichtsrat müsse der Personalie noch auf seiner nächsten Sitzung zustimmen, hieß es. Die nächste Aufsichtsratssitzung ist nach Angaben aus Mitgliedskreisen für den 11. Dezember angesetzt.

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