Warenhauspoker: Berggruen legt neues Angebot für Kaufhof vor

Warenhauspoker: Berggruen legt neues Angebot für Kaufhof vor

, aktualisiert 15. Dezember 2011, 16:05 Uhr
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Nicolas Berggruen hat einen Trumpf gezogen im Poker um die Warenhauskette Kaufhof.

von Oliver StockQuelle:Handelsblatt Online

Morgen soll der Metro Aufsichtsrat über den Verkauf der Warenhäuser entscheiden. Der bisher unterlegene Bieter Berggruen bessert jetzt sein Angebot nach.

Einen Tag vor der entscheidenden Aufsichtsratsitzung der Metro-Gruppe, bei der es um den möglichen Verkauf der Kaufhof-Häuser geht, hat Bieter Nicolas Berggruen zusammen mit der Immoblieninvestoren-Gruppe Blackstone nach Handelsblatt-Informationen aus Finanzkreisen ein verbessertes Angebot vorgelegt. Es beinhaltet nicht nur einen höheren Preis für die Warenhausgruppe, sondern macht deutlich, dass Berggruen an Kaufhof mit eigenem Management und einem eigenen Mitarbeiterstamm festhalten will. Ein Sprecher der Die Berggruen Holding bestätigte auf Nachfrage von Handelsblatt Online das neue Angebot.

Damit kommt erneut Bewegung in die Verhandlungen um Kaufhof. Bislang hatte einzig die österreichische Immobilienfirma Signa eine vertiefte Unternehmensprüfung der Kaufhof-Gruppe durchgeführt und anschließend ein detailliertes Angebot vorgelegt. Es soll bei rund zwei Milliarden Euro für die Warenhäuser gelegen haben, die derzeit wegen eines schleppend verlaufenden Weihnachtsgeschäfts eher zu den Sorgenkindern im Metrokonzern zählen. Signa-Chef Rene Benko hat allerdings das Problem, dass gegen ihn ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Wien wegen des Verdachts auf Geldwäsche läuft. Solange dieser Verdacht von Seiten der Strafverfolgungsbehörden nicht zu den Akten gelegt wird, dürfte der Verkauf an ihn auf Eis liegen.

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In diese Situation stößt nun US-Investor und Karstadt-Eigentümer Berggruen mit seinem verbesserten Angebot. Es dürfte insbesondere deswegen für Aufmerksamkeit sorgen, weil Berggruen deutlich macht, dass er Kaufhof als festen Bestandteil in der deutschen Warenhauswelt betrachtet. Damit dürften Befürchtungen, es gehe um eine Verschmelzung von Karstadt und Kaufhof, vom Tisch sein. Entsprechende Sorgen hatten in den vergangenen Wochen beispielsweise bei Arbeitnehmervertretern dazu geführt, dass sie Berggruens Offerte mit Skepsis betrachteten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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