Werner knallhart: Volkswagen: gefloppt und von Opel gefoppt und getoppt

Werner knallhart: Apple, Starbucks, H&M: früher wow, heute mau

Volkswagen: gefloppt und von Opel gefoppt und getoppt

Wie ist das bei Ihnen? Fühlen Sie mal in sich hinein. Wenn ich das VW-Logo im Kühlergrill sehe, dann spüre ich ganz tief drin sanft ziehend eine Mischung aus Enttäuschung und Mitleid. Und als ich jüngst in den USA war, spüre ich, immer wenn ich einen Passat vorbeifahren sah, sogar ein bisschen Scham. 

Aber vielleicht werden die VW-Mitarbeiter irgendwann mal dankbar zurückblicken und sagen: "Ohne Diesel-Gate würden wir noch Dreckschleudern auf den Markt schmeißen, wenn das Erdöl längst alle ist."

Und bis zu einem ordentlichen e-VW fahren wir einfach Opel. Opel liefert Anfang kommendes Jahr mit dem Ampera-e einen familientauglichen E-Wagen und die Experten reiben sich die Augen und frohlocken: Das könnte der Massendurchbruch werden. Opel! Ein Aufsteiger. Nicht nur im Kopf umgeparkt, sondern sogar auf der Straße.

Volkswagen Warum die Strategie von VW am Ziel vorbeigeht

Stellenabbau, mehr Elektroautos und neue digitale Dienste: Eine neue Strategie soll die Probleme bei Volkswagen lösen. Doch auch mit ihr ist der Konzern nur begrenzt zukunftsfähig – die wahren Probleme liegen woanders.

VW verfehlt seine Ziele. Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Aber ich habe noch einen anderen persönlichen Marken-Aufsteiger. Ich kann es selber nicht fassen, aber nach Jahrzehnten tief sitzender Abneigung sage ich:

Lidl: von Ramschladen zum Edel-Discounter

Ich habe einen Kaisers um die Ecke und muss mich für den Fall der Fälle umorientieren. Und so habe ich Lidl eine Chance gegeben. Denn immer wieder, wenn ich bei Freunden gefragt habe: "Woher sind denn diese Honig-Salz-Nüsse?" - "Von Lidl."

"Wo kaufst du deine frische Pasta?" - "Meistens bei Lidl."

In den 80ern war Lidl was für Sparfüchse, die bei Aldi am Samstagnachmittag keinen Parkplatz mehr gefunden haben. Aber wer vom alten Discounter-Image nichts weiß, wie mein amerikanischer Kollege, der sagt wie selbstverständlich: "Ick mag Lidl besser als Rewe oder Edeka."

Und in der Tat: Wer nicht gerade für das ausgebuffte 4-Gänge-Weihnachtsmenü für Berlin-Mitte-Protzer einkauft, kommt bei Lidl gut über die Runden. Große Käseauswahl, frischer (nicht tiefgefrorener) Lachs, gute Pasta, bei vielen Trends von vorne mit dabei (Kennen Sie Skyr?), dazu Abwechslung beim Obst und Gemüse (Maronen, Passionsfrüchte, reife Avocados). Und Lidl gewinnt mit seinen Produkten so manchen Test. Ganz aktuell: Das ZDF-Magazin WISO hat LIDL-Lebkuchen am Montag zum Testsieger gemacht - vor denen von fünf anderen Anbietern.

Das Einkaufserlebnis ist im gleißenden Neonlicht zwischen Gitterregalen immer noch fast null. Aber zuhause schmeckt es gut. Man findet dort nicht alles. Aber inzwischen mehr als nur das Nötigste. Und die in Salzlake eingelegten Zitronen und das dänische Rauchsalz kauft man halt irgendwo anders. Die SB-Brotschneidemaschine, die jeder Kunde anfummeln kann (auch mit Magen-Darm), die umgehe ich allerdings weiträumig.

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Und bei Ihnen so? Wer ist Ihr Aufsteiger? Und noch spannender: Wer ist bei Ihnen abgestürzt? Wie bitte? Lufthansa und Telekom? Wieso das denn?

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