Whisky: Flüssiges Gold im Glas

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Whisky: Flüssiges Gold im Glas

von Andreas Toller

Edle Single Malt-Whiskys nehmen immer mehr Genießer, Sammler und sogar Investoren für sich ein. Warum Whisky der Stolz Schottlands ist und worauf Freunde guter Tropfen achten sollten.

Wer Ende November das Thurn-und-Taxis-Palais in Frankfurt betrat, bekam nach dem Kauf einer Eintrittskarte auch ein Glas in die Hand gedrückt. Europas größte Messe für Whiskyliebhaber „Interwhisky“ öffnete bereits im 15. Jahr in Folge ihre Tore – und das nicht in Großbritannien, sondern in der Mainmetropole. Das spezielle Nosing-Glas, das die Messegäste erhielten, hat denn auch nichts mit dem Klischee vom nach Whisky dürstenden Cowboy im Saloon zu tun, der Hochprozentiges aus Schnapsgläsern runterkippt. Hier geht es um das Verkosten der edelsten Tropfen, die die Branche zu bieten hat.

500 verschiedene Whiskys durften probiert werden. Whisky ist für Aussteller und die 8500 Gäste hier nicht einfach Getränk oder Schnaps, sondern vor allem vielfältiger und mitunter komplexer Genuss. Wer seinen Whisky nur mit Cola trinken will, ist hier falsch.

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Für feinen Whisky begeistern sich auch in Deutschland immer mehr Menschen. In Deutschland soll es heute sechs Millionen Whisky-Käufer geben, 68 Millionen Flaschen wurden hierzulande 2012 verkauft - Tendenz steigend. Die Veranstalter der Interwhisky registrierten wiederholt einen gestiegenen Anteil junger und weiblicher Besucher unter 30 Jahren.

Der Whiskymarkt hat sich gewandelt. Das spüren auch die Spirituosenhändler und großen Getränkekonzerne. Whisky ist die meistverkaufte Spirituose weltweit. Aber der Geschmack der Whiskytrinker entwickelt sich. Die Nachfrage nach den meist preiswerten Blended Whiskys sinkt. Marken wie Johnnie Walker, Dimple oder Chivas Regal, die aus bis zu 50 verschiedenen Whiskys unterschiedlicher Brennereien komponiert werden, verlieren langsam aber stetig Marktanteile. Hochpreisiger Whisky befindet sich hingegen bereits seit zehn Jahren auf dem Wachstumspfad.

Whisky Reichlich rentable Single Malts

Edler, sortenreiner Scotch liegt weltweit im Trend. Wer die richtigen kauft, kann auf hohe Wertsteigerungen hoffen.

Feiner Single Malt Whisky aus Schottland Quelle: unbekannt.

Ein schottisches Sprichwort sagt: "Ein Glas ist fabelhaft, zwei sind zu viel, drei sind zu wenig." Wer Whisky als Luxusgetränk für sich entdeckt, landet früher oder später beim sogenannten Single Malt. So dürfen sich nur Whiskys nennen, die lediglich unter Verwendung von gemälzter Gerste (malt), Hefe und Wasser gebrannt werden und nur einer einzigen Brennerei (single) entstammen. So wie der Weinkenner die Abfüllungen einzelner Weingüter und besonderer Jahrgänge bevorzugt, schwärmen Whiskyliebhaber von den Flaschen bestimmter Fässer ihrer Lieblingsdestillerie.

Humphrey Bogarts letzte Worte waren angeblich: "Ich hätte nie von Scotch auf Martini umsteigen sollen." Vielleicht hätte er dann länger gelebt. Denn das Wort Whisky entstammt dem Gälischen und bedeutet „Wasser des Lebens“. Das Herz des Single Malts schlägt in Schottland, hier haben mehr als 100 Destillerien ihre Heimat. Nur Whisky, der hier gebrannt und zur Reifung mindestens drei Jahre lang lagert, darf sich auch Scotch nennen. Single Malts gibt es aber auch aus Irland oder Japan, das für seine Single Malts einen ausgezeichneten Ruf genießt. Vereinzelt wird Single Malt mittlerweile auch in Deutschland oder Frankreich produziert, fristet aber noch ein Exotendasein. Der Scotch Single Malt bleibt in punkto Vielfalt und Qualität bis auf weiteres das Maß der Dinge.

Die größten Importeure schottischen Whiskys sind Frankreich und die USA, gefolgt von Singapur, Brasilien, Spanien und Deutschland, wobei diese Länder nicht einmal halb so viel Scotch einführen wie die Franzosen und Amerikaner. Aber alle genannten Länder verzeichneten im ersten Halbjahr 2013 eine stark anziehende Nachfrage. So nahm die Zahl der importieren Flaschen (á 0,7 Liter) in Frankreich um 25 Prozent zu, in den USA um zehn Prozent, in Singapur um 23 Prozent und Brasilien sogar 49 Prozent. In Deutschland stieg der Scotch-Import um 18 Prozent.

Vor allem dort, wo der Wohlstand zuhause ist oder rapide zunimmt, steigt die Zahl der Scotch-Freunde. Neben den USA, Singapur und europäischen Staaten ist vor allem in den Schwellenländern wie China und Brasilien, Indien und Südafrika die Nachfrage in den vergangenen Jahren sprunghaft gestiegen. Die dort wachsende Oberschicht ist bereit, hohe Preise für das flüssige Gold zu zahlen, solange es den Nimbus von Luxus, Prestigegewinn und höchsten Genuss verspricht.

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