Zalando-Kritik: Was Otto von den Samwers lernen muss

GlosseZalando-Kritik: Was Otto von den Samwers lernen muss

Bild vergrößern

Ein Model sitzt auf einem Otto-Schriftzug

von Henryk Hielscher

Zalando-Hype, Rocket-PR-Feuerwerk auf allen Kanälen? Fühlen auch Sie sich manchmal von der deutschen Wirtschaftspresse vernachlässigt? Selbst für heiße News über das Hamburger E-Commerce-Wunder Otto findet sich kaum noch ein Plätzchen. Wiwo.de hat die Klagen von Otto-Chefkommunikator Thomas Voigt erhört: Fünf Tipps, um nicht länger nur mit Fernsehkritiken für Schlagzeilen zu sorgen, sondern PR-mäßig wieder ganz weit vorne mitzuspielen.

1. Optik verbessern: Ganz ehrlich, Otto-Chef Hans-Otto Schrader ist ein netter Kerl, aber für eine ordentliche Inszenierung als Online-Revoluzzer reicht es einfach nicht. Lösung: Hipster-Bart wachsen lassen. Wenigstens mal Hemd aus der Hose wäre schon ein erster Schritt. Helium atmen vor Interviews und wild gestikulieren könnte auch funktionieren. Ansonsten muss halt doch Tarek Müller die Gesamtverantwortung übernehmen.

2. Irgendetwas Böses tun: Okay, die Ausbeutungsstorys über Hermes-Paket-Boten waren gar kein schlechter Anfang. Aber das reicht nicht, um wirklich auf Augenhöhe mit Zalando, Amazon oder gar Rocket zu spielen. Vielleicht doch noch mal Preise von Notebooks falsch auszeichnen, oder einen neuen Facebook-Modelcontest starten? Merke: Die klassischen Aufregerthemen funktionieren immer noch am besten. Wenn partout niemand berichten will, einfach ein hoch investigatives Recherchegespann beauftragen.

Anzeige

3. Börsenpläne andeuten: Überraschenderweise scheinen Wirtschaftsjournalisten einen Narren daran gefressen zu haben, über Börsenkandidaten zu berichten. Milliardenbewertungen sollten es schon sein, aber da kann Otto locker mithalten. Bewährt hat sich die Strategie, in den Wochen vor einer IPO-Ankündigung regelmäßig neue Großaktionäre zu präsentieren, um nicht gar so überraschungsfrei daher zu kommen.

Weitere Artikel

4. Verluste schreiben: Da alle Welt weiß, dass Gewinne für Wachstumsunternehmen schädlich sind, müssen bei Otto dringend rote Zahlen her. Vorschlag: Irgendwo in der Pampa was hochziehen. Das beweist Weltläufigkeit und kostet Geld. Wie wär’s zum Beispiel mit einem Babysitter-Vermittlungsportal in Uganda, wenn möglich gefördert vom Entwicklungshilfeministerium. Zur Not: Yapital weiter ausbauen, aber stürmisch!

5. Umbenennung: Otto klingt halt leider arg dröge. Das muss im Rahmen einer famos agierenden PR einfach schmissiger gehen: Hansehipster, Neuland, Pocket Rocket – so in der Art.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%