Zalando plant Hauptquartier : Vom Keller zum eigenen Campus

Zalando plant Hauptquartier : Vom Keller zum eigenen Campus

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Ein Entwurf zeigt, wie das zukünftige Hauptquartier von Zalando 2018 aussehen soll.

Auf einer 100.000 Quadratmeter großen Fläche soll in Berlin ein neues Zalando-Hauptquartier entstehen. Von seinen Anfängen in einem Keller mitten in der Hauptstadt hat es der Onlinehändler weit gebracht.

Bis 2018 soll im Berliner Stadtteil Friedrichshain ein Zalando-Campus auf einer Fläche von mehr als 100.000 Quadratmetern entstehen. Auf dem Gelände will das Unternehmen zukünftig mehr als 5000 Mitarbeiter beschäftigen, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Termin für den Spatenstich: das zweite Quartal 2016.

Der neue Bürokomplex soll aus zwei Häusern mit 29.000 und 13.000 Quadratmetern bestehen. Das größere Gebäude soll sich über sieben Etagen erstrecken. Erst kürzlich hat Zalando auf dem Gelände Büroräume auf einer Fläche von 3500 Quadratmetern bezogen. Bis 2017 plant der Modehändler dort einen weiteren Bürokomplex auf einer Fläche von mehr als 13.000 Quadratmetern. So soll bis 2018 Stück für Stück ein Zalando-Campus entstehen.

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Zalando auf einen Blick

  • Die Gründer

    Die Berliner Robert Gentz und David Schneider starteten im Oktober 2008 mit dem kleinen Online-Schuhshop Zalando. Ihr Büro diente als Warenlager, der Service lief über ihre Mobiltelefone.

  • Die Investoren

    Zu den Investoren zählen die Tengelmann-Gruppe (6 Prozent), der Facebook-Investor Digital Sky Technologies DST (9 Prozent), Holtzbrinck Ventures (8 Prozent) sowie die Samwer-Brüder Marc, Oliver und Alexander über ihren Berliner Startup-Entwickler Rocket Internet und European Funders Fund (17%). Die schwedische Investment AB Kinnevik hat mehrfach aufgestockt und hält mittlerweile 36 Prozent an Zalando direkt und indirekt via Rocket Internet. Damit sind die Schweden die größten Gesellschafter des E-Commerce Unternehmens. Im August 2013 stieg die Mode-Gruppe Bestseller von Anders Holch Povlsen mit 10 Prozent ein. Er kaufte u.a. Holtzbrinck und Tengelmann Anteile ab. Weitere Investoren wie der russischen Dotcom-Finanziers Yuri Milner halten insgesamt zusammen 13,5 Prozent.

  • Die Strategie

    Zalando expandierte in den vergangenen vier Jahren extrem schnell und aggressiv in ganz Europa und ist mittlerweile in 15 Ländern aktiv. Dafür setzte das Unternehmen große Summen für das Marketing, vor allem TV-Spots ein. Das Marktforschungsunternehmen Nielsen berechnete die Ausgaben für die Spots im Jahr 2011 allein in Deutschland auf 90 Millionen Euro. Der Bekanntheitsgrad der Marke Zalando liegt in der werberelevanten Zielgruppe bei 95 Prozent. In Frankreich kennt den Online-Händler nach einem Jahr am Markt bereits jeder Zweie.

  • Die Umsatzentwicklung

    Laut Bundesanzeiger wies Zalando für 2009 einen Fehlbetrag von 1,6 Millionen aus. 2010 waren es 20,4 Millionen. Der Umsatz lag 2010 bei 150 Millionen Euro. 2011 waren es bereits 510 Millionen Euro, 2012 hat Zalando die Milliarden-Marke mit 1,15 Milliarden Euro Nettoumsatz geknackt und den Vorjahresumsatz verdoppelt. 2013 kletterte der Umsatz um 52 Prozent auf 1,76 Milliarden Euro. Dabei steht aber ein Rekordverlust von 100 Millionen Euro in den Büchern.

  • Mitarbeiter und Logistik

    Zalando beschäftigt aktuell mehr als 1200 Mitarbeiter. In Berlin entsteht ein neuer Bürokomplex mit 20.000 Quadratmetern für mehrere hundert Mitarbeiter. Ab Sommer 2013 sollen weitere Büroflächen in Berlin Mitte angemietet werden. In Erfurt eröffnet Anfang Dezember das erste eigene Logistikzentrum, mit dem Bau eines weiteren hat der Online-Händler in Mönchengladbach begonnen, hier sollen bis zu 1000 Beschäftigte arbeiten.

Mit dieser räumlichen Expansion reagiert Zalando auf sein starkes Wachstum. Die Zahl der Bestellenden in den 15 Märkten kletterte im dritten Quartal 2015 auf 17,2 Millionen von 14,7 Millionen zu Ende 2014. Auf den wichtigen Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz stiegen die Umsätze in der Zeit von Juli bis September um mehr als ein Drittel.

Die Zahl der Angestellten legte in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 1800 auf 9400 zu. Somit ist Zalando einer der größten Arbeitgeber im Raum Berlin. Wenn das 2008 gegründete Unternehmen an seinem Wachstumskurs festhalten möchte, muss es weitere Stellen schaffen – und die räumlichen Kapazitäten bereitstellen.

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Alles begann in einem Keller

Als der Online-Shop von Zalando im Oktober 2008 online geht, besteht das Sortiment nur aus wenigen Marken. Die Mitarbeiter verpacken zu diesem Zeitpunkt noch die Waren in einem Keller in Berlin – die DHL bringt die Pakete von dort aus zu den Kunden.

Schon im Januar 2009 zeichnet sich der Erfolg ab: Die bestellten Pakete stapeln sich bis unter die Decke – die Gründer David Schneider und Robert Gentz müssen die Waren in ihren Büroräumen lagern, in denen sie die Bestellungen annehmen. Einen Monat später verfügt der Mode-Onlinehändler bereits über eigene Lagerräume – nun, sieben Jahre später, soll ein 100.000 Quadratmeter großer Campus in Berlin entstehen.

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