Zusammenschluss mit Fyffes: Chiquita bläst Megafusion ab

Zusammenschluss mit Fyffes: Chiquita bläst Megafusion ab

Bild vergrößern

Die Megafusion zwischen Chiquita und Fyffes ist geplatzt.

Chiquita hätte der weltgrößte Bananenkonzern werden können. Doch die Fusion mit Fyffes ist geplatzt. Stattdessen gibt es Gespräche mit dem brasilianischen Safthersteller Cutrale.

Chiquita muss seinen Zusammenschluss mit dem irischen Konkurrenten Fyffes zum weltgrößten Bananenkonzern abblasen. Unter dem Druck der Aktionäre gab die Geschäftsführung am Freitag bekannt, nun doch Gespräche über eine Fusion mit dem brasilianischen Safthersteller Cutrale führen zu wollen.
Das Management hatte eigentlich die steueroptimierende Fusion mit Fyffes durchziehen wollen und die bisherigen Cutrale-Kaufofferten stets abgelehnt. Nun bremsten die Investoren den Plan aus - bei einem Aktionärstreffen stimmte die Mehrheit dafür, Verhandlungen mit Cutrale zu starten.
„Wir haben beschlossen, das Abkommen mit Fyffes zu beenden und uns mit dem verbesserten Angebot von Cutrale zu befassen“, sagte Chiquita-Chef Edward F. Lonergan. Damit vollzieht er eine radikale Kehrtwende - noch am Vorabend war die angehobene Kaufofferte vom Verwaltungsrat kategorisch abgelehnt worden.

Fusion Chiquita und Fyffes formen weltgrößten Bananenhändler

Wer an Bananen denkt, denkt fast unweigerlich an Chiquita. Doch der US-Konzern hat schlechte Jahre hinter sich. Der Zusammenschluss mit dem irischen Obsthändler Fyffes soll die Wende bringen.

ChiquitaFyffes will mit rund 32 000 Mitarbeitern mehr als 160 Millionen Kisten Bananen pro Jahr absetzen. Quelle: dpa


Das brasilianische Konsortium Cutrale-Safra bot zuletzt 14,50 Dollar je Chiquita-Aktie. Das entspricht einem Gesamtwert von 681 Millionen Dollar (537 Mio. Euro). Eigentlich hatte sich der US-Bananenhändler schon im März auf eine Hochzeit mit dem Wettbewerber Fyffes mittels Aktientausch verständigt. Dadurch hätte Chiquita den Firmensitz nach Irland verlegen und Steuern sparen können.
Diese als „Steuer-Inversion“ bezeichnete Praxis gerät in den USA allerdings immer heftiger in die Kritik. Washington will künftig härter durchgreifen bei Unternehmen, die ihren Firmensitz durch Übernahmen und Fusionen in steuergünstigere Länder verlegen und so dem amerikanischen Fiskus entgehen. Finanzminister Jacob Lew kündigte vor einem Monat an, die Schlupflöcher im Steuersystem zu schließen.

Anzeige
Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%