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Handelskonzern: Metro prüft Verlagerung von Hunderten Jobs ins Ausland

von Henryk Hielscher

Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro prüft die Verlagerung von Hunderten Arbeitsplätzen ins Ausland. Im Rahmen des konzerninternen Projekts "Cora" sollen Teile des Berichts- und Rechnungswesens künftig in Service-Centern mit Sitz im Ausland gebündelt werden.

Über die jüngsten Postkartengrüße seiner Verwaltungsmitarbeiter dürfte Metro-Chef Eckhard Cordes wenig erfreut gewesen sein.

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Flankiert von einem giftgrünen Alien prangt auf den Karten die Parole: „Morgen Polen oder Indien – übermorgen auf dem Mars?“ Auslöser der Protestaktion ist das konzerninterne Projekt Cora. Dabei sollen Teile des Berichts- und Rechnungswesens künftig in Service-Centern im Ausland gebündelt werden. 

Metro-Betriebsräte befürchten die Verlagerung von bis zu 400 Arbeitsplätzen, falls die Rechnungsprüfung nicht mehr in Alzey, Kamen, Düsseldorf und Mönchengladbach erfolgen würde, sondern in Osteuropa und Asien.

Weltweit könnten nach Angaben der internationalen Gewerkschaftsorganisation UNI Global Union weitere 400 Stellen wegfallen.

Dem Vernehmen nach will Metro mit dem Projekt Cora zwischen 33,6 und 39 Millionen Euro pro Jahr sparen.

Ein Metro-Sprecher bestätigte Überlegungen zu Verlagerungen, wollte sich zu Details aber nicht äußern, da „es noch keine Entscheidung gibt“. 

Metro-Personalchefin Claudia Schlossberger gibt in einem internen Schreiben an die Arbeitnehmervertreter aber bereits die Richtung vor: „Derzeit befindet sich das Projekt in der Konkretisierungsphase, soweit es zu Entlassungen kommt“, würden Sozialpläne vereinbart.

Angesichts der befürchteten Entlassungswelle appellierte bereits Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) an Cordes, seine Entscheidung, Arbeitsplätze „ins Ausland zu verlagern, zu überdenken“.

8 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 25.10.2010, 12:09 UhrAnonymer Benutzer: simsalabim

    Schaut mal hier rein:

    www.cora-nein-danke.de

    LG
    simsalabim

  • 24.10.2010, 15:38 UhrAnonymer Benutzer: Alice im Wunderland

    Jaja, das lässt die Werbung der Metro von letztem Wochenende in ganz anderem Licht erscheinen... "Denk ich an Deutschland in der Nacht, ist Asien gerade aufgewacht" Und im kleingedruckten heisst es dann "Und obwohl wir inzwischen 60% Umsatz international erwirtschaften, setzen wir zu 100% auf den Standort Deutschland. Wir wollen die Zukunft im Land mitgestalten." Da ist ein Hohn..eine Frechheit, so etwas den Kunden "verkaufen" zu wollen.

  • 24.10.2010, 14:13 UhrAnonymer Benutzer: von was soll konsumiert werden?

    irgendwann werdet ihr merken, dass die Menschen von denen ihr in Deutschland Geld wollt, auf ein Einkommen angewiesen sind.

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