Handelsscanner: Der eigene Garten als Trend

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Viele Deutsche lieben das Grillen und planen Anschaffungen

Kolumne

Ausgaben für den eigenen Garten übersteigen sogar die für Kosmetik und Körperpflege. Er hat einen deutlich höheren Stellenwert als zum Beispiel der Bereich Urlaub und Ausgehen, sagt Boris Hedde.

Noch befinden sich Deutschlands Gärten im Winterschlaf, doch spätestens  in einigen Wochen werden die Deutschen wieder beginnen, sich einem ihrer liebsten Hobbys zu widmen: dem eigenen Garten, dem Balkon oder der Terrasse. Begriffe wie „Garden-Homing“, Wohnen im Freien“ oder das „Outdoor-Wohnzimmer“ bezeichnen den Trend, der sich in den vergangenen Jahren in deutschen Hinterhöfen und Reihenhaussiedlungen etabliert hat: das Leben im eigenen Garten als wesentlichen Bestandteil von Lebens- und Wohnqualität.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben sich viele Verbraucher gegen eine teure Urlaubsreise und für Investitionen in ihren Garten oder ihre Terrasse entschieden. Der viel zitierte „Cocooning“-Trend schließt auch das Vorziehen der eigenen „vier Hecken“ gegenüber Restaurants oder anderen öffentlichen Plätzen ein. Ein gemütlicher und ungezwungener Grill-Abend im Freundes- oder Familienkreis erfreut sich weiter steigender Beliebtheit und verlegt Geselligkeit vom Wohnzimmer in den Garten oder auf die Terrasse.

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14,5 Milliarden Euro Marktvolumen hat der Gartenmarkt

Einer repräsentativen Konsumenten-Befragung der IBH Köln zufolge besitzt der Garten bzw. die Terrasse/der Balkon unter den Deutschen einen sehr hohen Stellenwert und wurde deutlich vor den Bereichen Urlaub/Reisen und Ausgehen/Kultur bewertet. Besonderes Interesse zeigten die Befragten mit 49 Prozent am den Bereichen „Grillen im Garten“, 15 Prozent der Befragten planen für das neue Jahr Anschaffungen in diesem Bereich. Gartendekoration, Grünpflanzen und Gartenmöbel stehen laut Umfrage sogar bei 20 bis 30 Prozent der Befragten auf der „Einkaufsliste“ für den nächsten Besuch in Baumarkt, Gartencenter & Co.

Mit der größer werdenden Outdoor-Affinität steigt aber auch das Anspruchsniveau der Verbraucher an die Gartenausstattung: So werden die Plastikgartenstühle „Modell Baggersee-Café“ immer häufiger gegen hochwertigere Gartenmöbel aus Holz oder Metall getauscht und immer weniger Hobby-Grillmeister geben sich mit einfachen Holzkohlegrills zufrieden, sondern offerieren ihr Grillgut lieber auf der neuen Gasgrillstation. Der Gartenmarkt hat in den vergangenen Jahren von dieser Entwicklung durchaus profitiert: 14,5 Milliarden Euro Marktvolumen werden dem Markt von der Orchidee über den Sonnenschirm bis hin zur Teichpumpe zugerechnet. Damit geben die Deutschen für ihren Garten mehr aus als beispielsweise für Körperpflege und Kosmetik.

Der Handel kann sich jedenfalls über die neue Gartenlust der Deutschen freuen: Zu den Gewinnern gehören vor allem die Bau- und Heimwerkermärkte, Fachgartencenter und Gärtnereien – dort kaufen die Deutschen bevorzugt alle Produkte rund um den eigenen Garten.

Und dass das Gartensortiment auch im Winter nicht auf Eis liegt zeigt ein Blick auf die Webseiten einiger Händler: Vom Heizstrahler bis zum Pavillon wird das Trend-Hobby „Winterparty“ propagiert – „Wintergrillen“ liegt also voll im Trend!

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