Handelsscanner: Neuordnung stellt Apotheker vor neue Aufgaben

kolumneHandelsscanner: Neuordnung stellt Apotheker vor neue Aufgaben

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Konjunktur-Indikator Apotheken 2010: Klicken sie für eine detallierte ansicht bitte auf die Grafik

Kolumne

Das neu eingeführte Arzneitmittelmarkt-Neuordnungsgesetz stellt Apotheken vor neue Herausforderungen. Trotz positiven Images ist eine Auseinandersetzung mit Marketing und Kundenmanagement gefordert.

Die für den Facheinzelhandel typischen Gegebenheiten finden sich heute insbesondere in einer Branche wieder, die in der Bevölkerung nicht direkt mit dem Handel assoziiert wird – in Apotheken. Gerade hier gewinnen handelstypische Themen an Bedeutung: ein notweniges Verständnis für den Kunden und seine Bedarfe, ein professionelles Standortmanagement sowie ein ausgereiftes Marketingkonzept. Die Apotheke punktet hier mit traditionell engem Kundenkontakt und individueller Beratung.

Das Image der Apotheken ist deshalb auch überaus positiv. Bevölkerungsrepräsentative Befragungen belegen, dass rund 90 Prozent der Bundesbürger in Deutschland ein hohes Vertrauen in den Berufsstand des Apothekers haben. 82 Prozent der Bürger bewerten die Servicequalität als gut und küren sie zu den besten Dienstleistern Deutschlands.

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Gemäß der letzten IFH-Analyse erwirtschaftet eine Apotheke in Deutschland durchschnittlich einen Brutto-Umsatz von rund zwei Millionen Euro. Die Zahlen haben gezeigt, dass dennoch viele Apotheken in Deutschland keine Gewinne erzielen. Etwa jede dritte Apotheke verzeichnet sogar Verluste  – ganz im Gegensatz zur landläufigen Meinung. Besonders betroffen sind dabei kleinere Apotheken.

Neue Herausforderungen

Das neue Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG), welches zum Jahreswechsel eingeführt wurde, lässt viele Apotheker skeptisch in die Zukunft blicken. Rund 90 Prozent erwarten eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Ausgabe des Apothekenkonjunkturindex APOkix (Januar 2011).

Sollte sich die skeptische Erwartung der Apotheker als richtig herausstellen und sich die Entwicklung entsprechend verschlechtern, stellen sich wesentliche Herausforderungen für den Gesundheitsmarkt Deutschland. Insbesondere auf dem Land wäre ein negatives Szenario überaus schwerwiegend, weil Patienten jetzt schon weniger Apotheken als in der Stadt zur Auswahl haben. Fielen dort weitere Apotheken aus, wäre die bundesweite Arzneimittelversorgung nicht mehr gewährleistet.

Um nicht beim sprichwörtlichen Bild des letzten Mohikaners zu enden, ist die Apothekerschaft gefragt, sich weiter zu entwickeln. Auf die Frage wo zukünftig die Chancen für die Apotheker in Deutschland liegen, ist erneut der Vergleich mit dem Facheinzelhandel passend.

Denn wenn sich die Rahmenbedingungen in Bezug auf Kosten oder gesetzlich verbindlicher Umsatzbeschneidungen ändern, hilft für die Apotheker nur der Blick auf die Zielsetzung der Umsatzsteigerung. Dabei wiederum erhöht sich die Bedeutung von zielgerichtetem Marketing und Kundenmanagement sowie Standort- und Sortimentsoptimierung, die gerade im (Fach-)Handel tägliches Geschäft sind.

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