Handy-Werbung: Inder auf Europa-Tour

Handy-Werbung: Inder auf Europa-Tour

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iPad: Attraktiv für Werbevermarkter. Während sich Apple und Google bekämpfen, nutzt das indische Unernehmen InMobi seine Chance

von Thomas Stölzel

Während sich die US-Konzerne Apple und Google einen Grabenkrieg um Handywerbung liefern, steigt der asiatische Marktführer massiv in Europa ein.

Seit Monaten keilen sich Google und Apple um einen jungen, zukunftsträchtigen Markt: Werbung im mobilen Internet. Größter Werbevermarkter dort ist AdMob, ein Startup, das Google dem Rivalen Apple vor Kurzem weggeschnappt hat. Im Gegenzug sperrte Apple praktisch das iPhone und das iPad für Anzeigen, die von AdMob kommen.

Doch während sich die beiden US-Konzerne bekämpfen, nutzt ein Dritter die Chance, so viel Geschäft wie möglich an sich zu ziehen – vor allem in Amerika und Europa: das indische Unternehmen InMobi. In Asien ist es schon Marktführer, weltweit erreicht es bereits Platz zwei. Allein im Mai registrierte es 17 Milliarden Anzeigenaufrufe, die Google-Tochter AdMob kam auf 18 Milliarden.

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Derzeit reisen Vertreter des indischen Unternehmens durch Deutschland, um mit Werbe- und Mediaagenturen Anzeigenverträge zu schließen, ist die Bundesrepublik neben Großbritannien und Frankreich doch Europas wichtigster Markt für Werbung im mobilen Internet. Im Januar hat InMobi in London seine Europa-Niederlassung eröffnet, an der Spitze steht Rob Jonas, den die Inder von Google abgeworben haben.

Dort arbeitete Jonas als Direktor für strategische Partnerschaften in Europa. Jetzt soll er nicht nur InMobis Geschäft auf dem Kontinent aufbauen, sondern auch App-Programmierer dafür gewinnen, die InMobi-Werbeplattform in ihre Software einzubauen.

Mit Kampfkonditionen wollen die Inder die Experten locken. Normalerweise geben Apple und Google 60 Prozent der Werbeeinnahmen an die App-Entwickler weiter. Auch InMobis verfuhr bisher so. Doch nun überweisen die Inder vorübergehend 100 Prozent denjenigen Programmierern, die InMobi in die Software für das iPhone, iPad und Googles mobiles Betriebssystem Android integrieren. Dafür hat das Unternehmen, hinter dem amerikanische Venture-Capital-Firmen wie Kleiner Perkins stehen, gerade einen Fonds über zwei Millionen Dollar aufgelegt.

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