Handybranche: Mobilcom-Debitel bekämpft Betrüger mit Ausweisscannern

Handybranche: Mobilcom-Debitel bekämpft Betrüger mit Ausweisscannern

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Smartphone

von Thomas Kuhn

Kriminelle prellen die Handybranche um Millionen. Mobilcom-Debitel testet jetzt Spezialscanner, um falsche Personaldokumente zu erkennen.

Die Betrugsmasche ist stets gleich: Seriös und gut situiert wirkende Kunden mit Interesse an leistungsstarken und hochpreisigen Smartphones lassen sich in Handyshops beraten. Sie schließen einen teuren Mobilfunkvertrag ab, zahlen den verbleibenden Aufpreis für das Highendhandy und verlassen wenig später den Laden.

Die Telefonanbieter merken meist erst Wochen später, dass der Kunde ein Betrüger, der vorgelegte Ausweis gestohlen oder gefälscht und die angegebene Kontoverbindung falsch ist. Dann sind die vermeintlich lukrativen Kunden abgetaucht, die oft vier- bis fünfstelligen Rechnungen nicht mehr zustellbar und die Edelhandys längst über Ebay & Co. verscherbelt.

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Weltweit, erklärt die Deutsche Telekom, summieren sich die Betrugsschäden der Telefonbranche auf 50 Milliarden Euro. Wie hoch die Schadenssumme allein in Deutschland ist, will kein Mobilfunker verraten. Der Betrag dürfte mindestens im zweistelligen Millionenbereich liegen. Um den zunehmend organisiert auftretenden Betrügern das Geschäft zumindest zu erschweren, testet der Mobilfunkhändler Mobilcom-Debitel nun eine Technik, wie Reisende sie von Grenzkontrollen in Flughäfen kennen: Christoph Vilanek, der Chef der Konzernmutter Freenet, hat in den vergangenen Wochen in 30 Telefonläden im Großraum Berlin spezielle Ausdweisscanner installieren lassen, die binnen Sekunden erkennen, ob Personalausweise, Reisepässe oder Visa-Dokumente echt oder gefälscht sind.

Scanner bald in Handyshops?

Die Technik kommt von der Bundesdruckerei, die ähnliche Geräte auch an die Bundespolizei liefert. Im Unterschied zu den Polizeiscannern prüfen die Lesegeräte bei Mobilcom-Debitel die Ausweise nur auf Echtheit, gleichen die persönlichen Informationen auf dem Dokument aber nicht mit den Datenbanken der Sicherheitsbehörden ab.

Trotzdem funktioniere die Prävention bemerkenswert gut, heißt es bei den Verantwortlichen in der Zentrale im schleswig-holsteinischen Büdelsdorf. Angesichts der bereits aufgedeckten Betrugsversuche erwäge das Unternehmen jetzt schon, die ursprünglich auf sechs Monate angelegte Testphase bis zum Jahresende auszudehnen – und die Technik zusätzlich auch in Handyshops in anderen Ballungsräumen zu installieren.

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