Hans Michel Piëch: Neuer starker Mann in der Familie

Hans Michel Piëch: Neuer starker Mann in der Familie

, aktualisiert 06. April 2017, 18:54 Uhr
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Der jüngere Bruder von Ferdinand Piëch hält künftig eine Sperrminorität an der Porsche SE.

von Stefan MenzelQuelle:Handelsblatt Online

Ferdinand Piëch möchte einen Großteil seiner Aktien an der Porsche SE loswerden. Der Bruder des Ex-VW-Patriarchen, Hans Michel Piëch, wird seine Anteile zu wesentlichen Teilen übernehmen.

DüsseldorfHans Michel Piëch wird eine neue zentrale Figur im Aufsichtsrat der Familienholding Porsche SE. Der 75-jährige Bruder von Ex-VW-Patriarch Ferdinand Piëch wird dessen zum Kauf stehende Aktien an der Porsche SE zu wesentlichen Teilen übernehmen. Das bestätigte am Donnerstag ein Sprecher der Stuttgarter Familienholding, in der die Familien Porsche und Piëch ihre Mehrheitsanteile am Volkswagen-Konzern gebündelt haben.

Ferdinand Piëch hält derzeit noch rund 15 Prozent an der Familienholding. Davon wird er voraussichtlich 14,7 Prozent verkaufen und an andere Familienmitglieder weiterreichen. Die Übertragung der Anteile soll spätestens im Herbst abgeschlossen sein. Ferdinand Piëch will solange Mitglied des Aufsichtsrats der Porsche SE bleiben, bis der Verkauf abgeschlossen ist. Das Aufsichtsratsmandat in der Familienholding ist der letzte Posten von Piëch im Volkswagen-Porsche-Verbund. Der Verkauf seiner Anteile steht für den Bruch mit dem Rest der Familie. In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Konflikte zwischen Piëch und Familienmitgliedern gegeben.

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Zusammen mit den Aktien seines Bruders Ferdinand wird Hans Michel Piëch künftig allein über eine Sperrminorität von 25,1 Prozent an der Porsche SE verfügen. „Das war eine gemeinsame Entscheidung der Familien Porsche und Piëch“, sagte Hans Michel Piëch der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Bislang hatte er selbst 14,7 Prozent an der Porsche SE gehalten und mit seinem Bruder die Sperrminorität gebildet. Diese sorgt dafür, dass die Piëch-Seite im Familienverbund nicht von der Porsche-Seite überstimmt werden kann.

Die Anteile, die künftig nicht für die Sperrminorität von Hans Michel Piëch notwendig sein werden, also gut vier Prozent, sollen an andere Porsche- und Piëch-Verwandte weitergegeben werden. Ferdinand Piëch dürfte für seine Anteile eine knappe Milliarde Euro bekommen.

Hans Michel Piëch wird künftig neben Wolfgang Porsche zweiter Familiensprecher sein. Er sitzt schon jetzt in diversen Aufsichtsräten wie der Porsche SE und der Volkswagen AG. Im Hauptberuf ist Piëch Strafverteidiger in Wien.

Quelle:  Handelsblatt Online
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