Hans-Peter Keitel: Der neue Mann an der BDI-Spitze

Hans-Peter Keitel: Der neue Mann an der BDI-Spitze

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Hans-Peter Keitel, der neue Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Im Beisein von Kanzlerin Angela Merkel übernimmt Hand-Peter Keitel heute mit einem Festakt das Amt des Präsidenten des Bundesverbands der Deutschen Industrie. Ein Blick auf den neuen BDI-Chef.

Es nahm sich durchaus angenehm aus, dass der neue BDI-Präsident bei seinem Amtsantritt nicht sofort in das allgemeine Klagelied auf den Niedergang der deutschen Wirtschaft einstimmte. Im Gegenteil: Hans-Peter Keitel hielt sich in den vergangenen Wochen aus dem Wettbewerb um die schlechteste Konjunktur-Prognose für 2009 weitestgehend heraus. Ihm scheint die Dimension der Rezession zwar durchaus klar. Er wolle aber nicht Schwarzmalen, betonte er immer wieder.

Der 61-jährige Keitel kommt aus der Baubranche. Der promovierte Ingenieur war bis 2007 Chef des heute größten deutschen Baukonzerns Hochtief. In seiner Zeit mauserte sich das Unternehmen zu einem international agierenden Konzern. 2005 wurde Keitel Präsident des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie. Keitel gilt als selbstbewusster Querdenker, der das offene Wort nicht scheut. So drohte er 2004 wegen Unmuts über die deutsche Steuerpolitik, mit dem ganzen Hochtief-Konzern in die Niederlande umzuziehen. In dieser Kombination - Querdenker und Mann vom Bau - ist es eher als ungewöhnlich zu bezeichnen, dass Keitel zum Jahresbeginn das schwierige Amt des BDI-Präsidenten angeboten bekam. Chemie oder Autobau haben in dem Verband traditionell ein anderes Gewicht. Und die Aufgaben, die auf ihn zukommen, kann man sich kaum schwerer vorstellen.

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Industrie droht Bedeutungsverlust

Inmitten der Wirtschafts- und Finanzkrise gilt es, den Bedeutungsverlust des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) zu stoppen und die Gegensätze innerhalb des einst mächtigsten Wirtschaftsverbandes - etwa zwischen Energieerzeugern und energieintensiven Unternehmen - auszugleichen. Mit seinen 38 Mitgliedsverbänden vertritt der BDI immerhin die Interessen von mehr als 100.000 Unternehmen mit über acht Millionen Beschäftigten. Die Interessen der Industrie sind in einer Gesellschaft, die mehr und mehr auf den Dienstleistungssektor setzt, grundsätzlich nur noch sehr mühsam durchzusetzen.

Dieses Problem hatte nicht erst die Arbeit seines phasenweise unglücklich agierenden Vorgängers Jürgen Thumann überschattet, sondern deutete sich schon bei dessen Vorgängern Hans- Olaf Henkel und Michael Rogowski an. Darüber hinaus ist die Manager-Gilde durch zahlreiche Affären ins Gerede gekommen. Betroffen sind einstige Vorzeige-Unternehmer wie Ex- Siemens-Chef Heinrich von Pierer oder der ehemalige Post-Chef Klaus Zumwinkel. Diese Entwicklung belastete auch das Bild des BDI in der Öffentlichkeit. Doch Keitel muss gewusst haben, was auf ihn zukommt, denn er war bisher schon BDI-Vize unter Thumann.

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