Henkel-Chef Kasper Rorsted: Pseudogrünes Marketing - Seite 4

Henkel-Chef Kasper Rorsted: Pseudogrünes Marketing

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Top 3 Marken von Henkel
Top 3 Marken von Henkel

Ist Ihr Vorbild Dänemark, wo es kein Kündigungsschutzgesetz gibt?

Eher ein Beispiel. Dort gibt es auch ohne solche Gesetze kein Heuern und Feuern.

Was verlangen Sie noch von der Politik, um Wachstum anzuregen?

Nachholbedarf sehe ich vor allem im Bereich der Bildungspolitik. Warum lernen die Kinder in Deutschland nicht schon früher Fremdsprachen? Im Vergleich mit Belgien, Holland oder Skandinavien sprechen die Deutschen erheblich schlechter Englisch. Dabei ist Englisch keine Fremdsprache mehr, mit der man als Bewerber Vorteile hat. Punkten kann man heute mit Russisch oder Chinesisch.

Ein ehemaliger Henkel-Mitarbeiter hat einen Sponsoring-Vertrag mit dem Formel-1-Team Brawn GP abgeschlossen, was sich im Nachhinein als Betrug herausstellte. Hat Ihre Compliance-Abteilung, die auf Rechtstreue achtet, versagt?

Wir haben eine sehr gute Compliance-Struktur. Henkel ist mit seinen 50.000 Mitarbeitern aber auch ein Spiegel der Gesellschaft. Wir können nicht völlig ausschließen, dass einzelne Personen kriminell handeln. Wenn jemand für betrügerische Zwecke unsere Briefbögen nutzt, dann kann man das nicht verhindern.

Ihr Vater Bendt gilt als einer der renommiertesten dänischen Wirtschaftsprofessoren. Wie oft suchen Sie seinen Rat?

Ich spreche fast jeden Tag mit ihm, immer wenn ich ins Büro fahre, auch heute morgen. Es gibt viele Dinge, die ich mit ihm berede.

Welches Shampoo oder Waschmittel haben Sie auf sein Raten vom Markt genommen?

Wir gehen nicht ins Detail, was Henkel betrifft. Aber wir sprechen über grundsätzliche Fragen. Sein wichtigster Ratschlag in der jüngeren Vergangenheit war: Bleib nicht stur, aber weiche auch nicht ständig von deinem Weg ab. Bleib deiner Linie treu.

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8 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 21.03.2010, 18:01 UhrAnonymer Benutzer: G.Excellence

    ich war selber von dem Programm betroffen und habe gelernt, dass es keinen effektiven Kündigungsschutz gibt, wenn Firmen die Entlassungen gut vorbereiten.
    Sogar Kollegen, die nach einer Krebsoperation in die Reha kamen, wurden informiert, dass man sie entlassen wird.
    Ob man dann stolz sein soll, wenn das Ziel von 12% Ergebnis erreicht wird?

  • 16.03.2010, 12:18 UhrAnonymer Benutzer: Name bekannt

    @wiwo-leser, oder soll ich besser schreiben: @klaus lange, @an die redaktion, @interessent oder @wirtschaftsinteressierter oder unter welchen pseudonymen sie sonst noch hier rumspucken. Wenn Sie ein Problem mit mir oder einem (nein, sie haben ja ein Problem mit allen meinen) Artikeln haben, dann greifen sie doch zum Hörer oder mailen mich direkt an. einen schönen Gruß

  • 15.03.2010, 21:38 UhrAnonymer Benutzer: spee

    lieber irritierter, dümmlich ist allenfalls ihr kommentar, sofern man ihn überhaupt versteht....das thema co2-emission der firmenflotte, zu dem auch der panamera von herrn rorsted gehört, spielt sehr wohl in unserem unternehmen eine rolle. zwar keine von globaler strategischer bedeutung, aber ein diskutiertes thema ist es allemal

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