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Hewlett-Packard: Warum Leó Apotheker gehen musste

von Nils Rüdel Quelle: Handelsblatt Online

Die Strategie konfus, der Aktienkurs am Boden: HP hatte offenbar Angst vor aggressiven Investoren. Ein Grund, den Chef auszutauschen – und professionelle Abwehrhilfe anzuheuern. Angstgegner ist ein alter Bekannter.

Es gab offenbar gute Gründe, warum Leo Apotheker als CEO von Hewlett-Packard abtreten musste. Quelle: handelsblatt.com
Es gab offenbar gute Gründe, warum Leo Apotheker als CEO von Hewlett-Packard abtreten musste. Quelle: handelsblatt.com

Die Zentrale von Hewlett-Packard liegt auf einem Hügel am Rande der kalifornischen Ortschaft Palo Alto, nur ein paar Kilometer entfernt von jener berühmten Garage, in der alles begann. Besucher des HP Labs staunen, wie still und friedlich es auf dem Campus des weltgrößten IT-Konzerns zugeht.

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Doch hinter den Glasfassaden herrscht derzeit alles andere als Ruhe und Frieden. Am 22. September wurde Konzernchef Leó Apotheker gefeuert, nachdem er drei Mal seine Verkaufsprognose zurücknehmen musste und der Aktienkurs in diesem Jahr um 47 Prozent eingebrochen war. Vor allem Apothekers Pläne, aus HP einen Softwarekonzern zu basteln, trugen dazu bei.

Hilfe von Goldman Sachs

Zu allem Übel hat das Management offenbar große Angst, dass der Konzern demnächst zumindest in Teilen geschluckt werden könnte, weil er so billig zu haben ist. Diese Angst war ein Grund dafür, warum Apotheker gehen musste, berichtete das „Wall Street Journal“ am Donnerstag.

Die neue Chefin Meg Whitman habe deshalb Hilfe vom anderen Ende des Landes bekommen: Der Konzern habe die Investmentbank Goldman Sachs angeheuert, um Strategien zu entwickeln, feindliche Investoren vom Hals zu halten. Angreifer könnten, so die Befürchtung, bei HP durchgreifen und ungeliebte Entscheidungen erzwingen. Weder HP noch Goldman wollten den Bericht kommentieren. Eine Sprecherin des IT-Konzerns sagte nur, man habe „lange Verbindungen mit einer großen Zahl an Investmentbanken“.

Hewlett-Packard habe sich angesichts der miserablen Aktienentwicklung und der Kritik am Kurs des Konzerns verwundbar gefühlt, sagten Informanten aus dem Umfeld des Verwaltungsrats dem Blatt. Besonders groß seien die Sorgen um die Zeit herum gewesen, als Apotheker gehen musste.

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