
Seit vier Wochen streiken rund 12.000 Autoren in den USA. Amerikanische Fernsehsender wie CBS, NBC und ABC müssen Wiederholungen von alten Late-Night-Talk-Shows zeigen, die Produktion mehrerer TV-Serien und Kinofilme ist gestoppt. Die Autoren fordern, dass die Studios ihnen eine angemessene Beteiligung an der Online-Vermarktung ihrer Arbeiten zugestehen. Das aktuelle Angebot hätte eine zusätzliche jährliche Kompensation von 130 Millionen Dollar bedeutet – zu den 1,3 Milliarden Dollar, die die Allianz der Film- und Fernsehproduzenten den Schreibern nach eigenen Angaben bereits bezahlt. Auch wenn die WGA-Mitglieder ihre Streiks nun fortsetzen, wollen sich beide Seiten am Dienstag zu neuen Gesprächen treffen. Unterdessen rechnet Fred Kogel, der Chef des deutschen Filmproduzenten Constantin-Film, nicht mit Auswirkungen auf die deutsche Filmwirtschaft. Allerdings stehe nach dem WGA-Streik ein Darstellerstreik in den USA an. Dieser und der ungünstige Dollarkurs ließen erwarten, dass 2008 weniger US-Produktionen in der Bundesrepublik gedreht werden, sagte der Filmmanager gegenüber wiwo.de. Allerdings würden hierzulande kommendes Jahr genügend deutsche Filme gedreht, um dies auszugleichen. Hollywood hingegen blickt insbesondere dem für Sommer 2008 erwarteten Darstellerstreik mit Sorge entgegen. Insider rechnen damit, dass dieser kaum noch zu verhindern ist. Ein Streik der Screen Actors Guild (SAG) würde die Industrie schätzungsweise zwei Milliarden Dollar pro Monat kosten. Die Gewerkschaft vertritt rund 120.000 Schauspieler weltweit. Wie die WGA fordert sie unter anderem eine stärkere Beteiligung an den Interneteinnahmen der Konzerne. Inzwischen versuchen die Filmstudios trotz Autorenstreiks aktuelle Produktionen zu beschleunigen, um im Falle eines Ausstands der Darsteller einen zeitlichen Puffer zu haben.













