HP-Hardware-Chef Bradley : "Wir spielen führende Rolle im Tablet-Markt"

HP-Hardware-Chef Bradley : "Wir spielen führende Rolle im Tablet-Markt"

von Thomas Kuhn

Der Chef der Hardware-Sparte von Hewlett-Packard kämpft um seine Glaubwürdigkeit und richtet eine Kampfansage an Apple.

WirtschaftsWoche: Herr Bradley, Hewlett-Packard (HP) hat viel Energie und Geld investiert, größter PC-Hersteller zu werden. Und jetzt, da Sie den weltweiten Markt dominieren, will HP-Chef Léo Apotheker die Personal Systems Group (PSG) aufgeben. Entwertet das nicht Ihre Arbeit?

Bradley: Es gab viele Missverständnisse seit der Ankündigung im August. Die Hardware-Sparte – die weit mehr ist als nur PCs – ist und bleibt relevant für uns. Ich glaube auch nicht, dass irgendjemand bei HP ein Segment, das im Jahr 40 Milliarden Dollar Umsatz und zwei Milliarden Gewinn liefert, nicht angemessen schätzt.

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Warum führen Sie es dann nicht fort?

Wir führen es fort. Nur halten wir es für besser, das Hardware-Geschäft vom Rest von HP zu trennen und so stärker und innovativer und besser zu werden. Der Plan ist, die PSG in eine eigene Gesellschaft auszugründen und die Anteile an die HP-Aktionäre zu übertragen. Die können dann von unserem künftigen Erfolg profitieren.

Die Investoren scheinen nicht recht überzeugt: Nach der Ankündigung der Neuausrichtung stürzte die Aktie von fast 35 Dollar ab und dümpelt jetzt bei 23 Dollar.

Das ist leider wahr. Nicht jeder versteht unsere neue Strategie sofort. Aber wir arbeiten intensiv daran, das zu ändern.

Kunden und Partner von HP sind genauso verwirrt: 2010 haben Sie 1,2 Milliarden Dollar für den Handheldpionier Palm gezahlt, um mit dessen mobilem Betriebssystem webOS neue Tablet-Computer, Smartphones, Drucker und PCs zu entwickeln. Jetzt beerdigen Sie die webOS-Gerätesparte. Wie passt das zusammen?

Märkte ändern sich schnell. Darauf müssen wir reagieren und das Partnern und Kunden erklären. Ich habe in den letzten Wochen eine Menge Leute getroffen, die verstehen, dass unsere neue Strategie uns eine Menge Chancen eröffnet.

Wenn HP so plötzlich und radikal seine Strategien aufgibt, können sich Ihre Kunden dann überhaupt noch auf Versprechen zu Unternehmens- und Produktstrategie verlassen?

Wir haben kein Glaubwürdigkeitsproblem, und keiner sonst sollte es haben. HP war in den vergangenen 70 Jahren verlässlich und hat alles eingehalten, was wir versprochen haben. Das hat sich jetzt nicht geändert, und es wird sich nicht ändern. Punkt.

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