Kindergetrappel, Ehekrach oder Heimwerkerlärm - mit seinem neuen Schallschutz will Rainer Triem das Leben unter einem Dach erträglicher machen. Der Clou: Seine Lärm dämmenden Platten für Zwischenetagen sind vollständig biologisch abbaubar. "60 Prozent der Deutschen würden gern umweltfreundlich bauen, verwenden aber aus Kostengründen immer noch umweltbelastendes Material wie Styropor", erklärt der Maschinenbau-Ingenieur aus Gelsenkirchen. Um solche Umweltsünden zu verhindern, entwickelte der 32-Jährige die erste echte Recyclingdämmplatte, die ausschließlich aus pflanzlichen Rohstoffen besteht: Landeten alte Paletten, Obstkisten und Dachstühle bisher in der Verbrennungsanlage, lässt der Chef der Anfang 1997 gegründeten HSD Dämmprodukte GmbH solche unbehandelten Althölzer zu kleinen Holzschnitzeln schreddern. Die Fasern werden dann in Kartonagen aus Recyclingpappe gepreßt und mit Folie aus Maisstärke ummantelt. Das Ergebnis: Platten, denen Materialforscher gute Dämmwerte bescheinigen. Mit einem Quadratmeterpreis von knapp unter neun Mark (4,60 Euro) ist Triems Schallisolierung aus Gebrauchthölzern schon heute rund 30 Prozent billiger als andere ökologische Dämmplatten aus Waldholz. Sein Ziel: Den Quadratmeter für vier Mark (zwei Euro) anzubieten. Mit seinen sieben Mitarbeitern will Triem seine Innovationen bald bei Architekten, in Baumärkten und bei großen Wohnungsbaugesellschaften plazieren. Für 1998 peilt der HSD-Chef 500000 Quadratmeter verkaufte Ökodämmung und einen Umsatz von fünf Millionen Mark (rund 2,6 Millionen Euro) an.
Laut einer aktuellen Prognose soll bis 2017 mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung Mitglied bei Facebook, Google+,...





















