HSE24: Einkaufssender mit iPad für Omi

HSE24: Einkaufssender mit iPad für Omi

Bild vergrößern

Richard Reitzner

von Peter Steinkirchner

Der Einkaufssender animiert Kundinnen mit Smartphones und Tabletrechnern zum Einkauf und schreibt Rekordumsätze.

Auf seine Kundinnen lässt Richard Reitzner nichts kommen. Bediene nur ja keiner das Vorurteil, die seien technikfeindlich. Natürlich, räumt er ein, seien 83 Prozent der Shopper seines Einkaufssenders HSE24 Frauen. Und, ja, vier von zehn seien älter als 60. Dennoch, sagt der Geschäftsführer, wird Ende April wohl auf 10.000 Smartphones die vergangenen November gestartete kostenlose Einkaufs-App von HSE24 laufen – ein Mini-Programm, mit dem frau mobil per Klick einkaufen kann. Und aller angeblichen Technikscheu älterer Damen zum Trotz boomt auch der Online-Umsatz von Deutschlands zweitgrößtem Shoppingkanal.

„Wir haben 2010 im Internet 84 Millionen Euro umgesetzt“, sagt Reitzner der WirtschaftsWoche, „das ist ein Plus von 30 Prozent gegenüber 2009.“ 2011, gibt sich der Kaufmann optimistisch, werde Home Shopping Europe (HSE) im Web die 100-Millionen-Euro-Grenze knacken: „Mittelfristig wird das Internet ein Drittel zu unseren Erlösen beitragen.“

Anzeige

Der Reibach über den Rechner trägt kräftig dazu bei, dass HSE24 die Erlöse 2010 um zwölf Prozent auf 441 Millionen Euro steigern konnte: „Das ist der bisher höchste Umsatz unserer Unternehmensgeschichte“, sagt Reitzner. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sei nach 35 Prozent 2009 erneut um 40 Prozent gestiegen. Absolute Zahlen will Reitzner mit Verweis auf Hauptgesellschafter Axa Private Equity, eine Tochter des Versicherungskonzerns Axa, nicht nennen.

Während Deutschlands Einzelhändler oft stöhnen, laufen die Geschäfte bei HSE und Marktführer QVC aus Düsseldorf prächtig. QVC steigerte 2010 den Umsatz um sieben Prozent auf 719 Millionen Euro. Gemeinsam bringen es die mehr als ein Dutzend deutschen Verkaufssender auf einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro.

Vor allem QVC und HSE setzen dabei auf exklusive Mode- und Schmuck-Marken, die es so nicht im Handel gibt – das erschwert der Kundschaft den Preisvergleich. Außerdem wecken sie die Neugier: HSE24 wechselt sein Sortiment von fast 20.000 Produkten schneller aus als die Modeanbieter H&M und Zara und schafft so einen ständigen Anreiz zum Einschalten.

Das klappt offensichtlich, daher rechnet die Branche bis 2015 mit Umsätzen von zwei Milliarden Euro. Damit liegen sie beim Umsatz zwar klar hinter den gebührenfinanzierten Sendern ARD und ZDF oder den Kommerzkanälen RTL & Co., die von TV-Werbung leben. Allerdings rangieren sie gemeinsam mittlerweile bereits vor Bezahlplattformen wie Sky, die ihre Erlöse mit Abogebühren erzielen.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%