HSH Nordbank: Nonnenmacher muss endlich gehen

KommentarHSH Nordbank: Nonnenmacher muss endlich gehen

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HSH-Nordbank-Chef Dirk Nonnenmacher

von Cornelius Welp

Die Enthüllungen um eine angebliche Spitzelaffäre machen klar: Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher ist an der Spitze der HSH Nordbank nicht mehr zu halten

Es gibt tatsächlich Leute in der HSH Nordbank, die Dirk Jens Nonnenmacher als sachkundigen Manager und sogar als Mensch schätzen. Und er hat ja auch einiges bewegt, seine wirtschaftliche Bilanz ist nicht schlecht. Noch vor wenigen Tagen konnte er erstmals wieder Gewinne des schwer angeschlagenen Instituts in Aussicht stellen.

Trotzdem ist Nonnenmacher in den knapp zwei Jahren seiner Amtszeit zur zunehmend untragbaren Belastung geworden. Erst bestand er  auf der Zahlung eines Bonusses, der deutlich über die eigentlich geltende Gehaltsgrenze von 500.000 Euro hinausging. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit Monaten im Zusammenhang mit hohen Millionenverlusten bei einer "Omega" genannten Zweckgesellschaft wegen Untreue gegen ihn. Nun soll er auch noch mitverantwortlich für dubiose Spitzelaktionen gegen leitende Manager der Bank sein, die selbst vor Wohnungseinbrüchen und Kinderporno-Anschuldigungen nicht halt machten.

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Vergiftetes Klima

Spätestens jetzt ist klar: Nonnenmachers Zeit ist abgelaufen. Wenn die neuen, ungeheuerlichen Vorwürfe stimmen, muss er ohnehin gehen. Aber selbst wenn Nonnenmacher nur Opfer einer perfiden Intrige sein sollte, wie er selbst vermutet, ist er nicht mehr zu halten. Wenn selbst höchst vertrauliche Unterlagen, auf die nur eine Handvoll von Managern Zugriff haben, schon nach kürzester Zeit in der Öffentlichkeit auftauchen, liegt in der Organisation der Bank zu viel im Argen, sind die Gräben auch an der Bankspitze zu tief.

Nonnenmacher und sein Aufsichtsratsvorsitzender Hilmar Kopper haben es nicht geschafft, in der Bank für Ruhe zu sorgen. In einem derart vergifteten Klima kann die dringend notwendige Sanierung jedoch nicht gelingen. Die Außenwirkung ist desaströs, die Bank droht sämtliches Vertrauen zu verspielen. Das können sich ihre Eigner nicht leisten, es geht schlicht um zu viel. Die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg haben ihre Landesbank schließlich mit Milliarden vor dem Untergang gerettet.

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