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i-Phone: WAZ-Gruppe will kostenpflichtige Apps anbieten

von Peter Steinkirchner

Nach dem Berliner Axel Springer Verlag will jetzt auch die Essener WAZ-Gruppe ins das Geschäft mit Apps, Miniprogrammen für das i-Phone, einsteigen.

WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach kündigte gegenüber der Wirtschaftswoche an: „Wir werden voraussichtlich im Sommer kostenpflichtige Apps anbieten, selbstverständlich mit sehr starkem lokalem Bezug.Wir beobachten die Landschaft sehr genau, denn die aktuellen Entwicklungen haben eine unglaubliche Rasanz.“

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Der Axel Springer Verlag hatte bereits kurz nach dem Start der Miniprogramme für seine Tageszeitungen „Bild“ und „Welt“ mehr als 100.000 verkaufte Apps gemeldet.

Das US-Forschungs- und Beratungsunternehmen für Informationstechnologien Gartner erwartet, dass 2010 weltweit 4,5 Milliarden Apps weltweit heruntergeladen werden.

Weil jedoch die Verlage das mögliche Zukunftsgeschäft mit den Apps durch die öffentlich-rechtlichen Sender wie die ARD mit ihrer angekündigten Gratis-Tagesschau-App bedroht sehen, fordert Hombach jetzt klare Ansagen aus Berlin.

Er vermisse eine politische Auseinandersetzung über die Machtverhältnisse in der digitalen Welt.

Der frühere Kanzleramtsminister von Gerhard Schröder kritisiert: „Die etablierten Parteien blenden die Entwicklungen in der neuen Medienwelt bislang fast komplett aus – das ist ein eklatanter Fall von Politikversagen.“

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