iFake: Apples Tablet-PC wird zum Werbe-Gag

iFake: Apples Tablet-PC wird zum Werbe-Gag

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Grober Unfug: Gefälschtes Gewinnspiel mit einem erfundenen Apple iSlate

von Thomas Kuhn und Oliver Voß

Kurz vor der Präsentation von Apples neuestem Gerät kocht die Gerüchteküche über. Mit vermeintlichen Bildern und Informationen wollen Scharlatane und Trittbrettfahrer den Hype für sich ausnutzen.

Schon seit Tagen gibt es im Netz kaum ein anderes Thema als den wohl neuesten Streich von Apple. Der gerüchteumwobene Tablet-PC elektrisiert Apple-Fans, Internet-Communities und die Verlagslandschaft. Die Marketingmaschinerie von Steve Jobs, die mit ihrer Geheimniskrämerei genau auf diesen Gerüchteküchenhype spekuliert, funktioniert einmal mehr perfekt. Und so werden selbst sonst seriöse Journalisten zu lemminghaften Claqueuren.   

Einen Tag vor der erwarteten Produkt-Präsentation überschlagen sich die Gerüchte und es sorgen  Bilder für Aufregung im Netz, die das angeblich das Gerät zeigen sollen. Besucher der E-Mail-Dienste web.de oder GMX rieben sich verwundert die Augen. Auf den Internet-Portalen tauchte im Browser plötzlich eine bildschirmfüllende Anzeige in der Optik der Apple-Web-Seite auf mit dem Titel "Sensation! Das neue Apple iSlate!".

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Darunter die Aufforderung zur Teilnahme an der Verlosung der angeblich ersten zwölf Geräte auf. Dass es sich bei den Bildern um reale Aufnahmen der Geräte handelt, ist höchst unwahrscheinlich. Darauf deuten unter anderem Rechtschreibfehler in der Anzeige hin: "… und gehöhre Sie zu den Ersten, …". Zudem zeigen die Bilder in der Anzeigenserie unterschiedliche Geräte.

Als angebliche Sponsoren werden Unternehmen wie Neckermann, Tchibo, Plus oder die Deutsche Telekom genannt. Doch Neckermann erklärte, man habe damit nichts zu tun.

Fake-Anzeigen zum Adressen Sammeln

Die auf den Seiten der in Düsseldorf ansässigen Webeagentur adRom Holding AG geschaltete Anzeige dient wahrscheinlich nur der Sammlung von Kundenadressen. Auf telefonische Anfrage hat die Agentur einen erläuternden Rückruf versprochen – der aber bisher nicht erfolgt ist.

Ein Apple-Sprecher wollte das Auftauchen der Bilder einen Tag vor dem für Mittwoch angekündigten Launch neuer Produkte, bei dem gerüchteweise auch ein neuer Tablet-PC von Apple vorgestellt werden soll, nicht kommentieren. Ob das Unternehmen juristisch gegen den Initiator der iSlate-Anzeigen vorgehe, werde geprüft, heißt es bei Apple.

Eine Anfrage an web.de, was genau hinter der Anzeige steckt, blieb bisher unbeantwortet.

iFake bei Twitter

Schon am Vormittag hatte eine Twitter-Meldung für Aufregung gesorgt. Unter dem Account Media_Markt_de hieß es: „Apple iPad – Ab 01. März bei Ihrem Media Markt für nur 499,- Euro im T-Mobile Complete L Vertrag (sonst 899,- Euro)“.

Die Meldung machte im Netz schnell die Runde und wurde auch von US-amerikanischen Blogs aufgegriffen. Allerdings wurde die Nachricht ebenso schnell wieder gelöscht, wie sie aufgetaucht war und Media Markt erklärte gegenüber dem Blog „Basic Thinking“, es handele sich definitiv um einen „Fake“.

Bis zur endgültigen Präsentation – wovon auch immer – wird die Gerüchteküche garantiert weiter brodeln. Ob Apple die so geschürten Erwartungen auch erfüllen kann, zeigt sich dann morgen.   

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