IFR Capital: Milch-Milliardär Müller will mit Nordsee an die Börse

IFR Capital: Milch-Milliardär Müller will mit Nordsee an die Börse

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Müller-Milch-Chef und Republik-Flüchtling Theo Müller

von Mario Brück

Nach der Machtübernahme bei der IFR Capital, einer Finanzholding, der die Feinkostunternehmen Homann und Nadler sowie die Imbisskette Nordsee gehören, plant Milch-Milliardär Theo Müller die Unternehmen an die Börse zu bringen.

Der eine, Müller-Milch-Chef und Republik-Flüchtling Theo Müller hält 47 Prozent, der andere, Ex-Brötchen- und -Börsenzampano Heiner Kamps gut 40 Prozent an der IFR Capital, jener in Nikosia auf Zypern beheimateten Holding, der so bekannte Unternehmen wie die Feinkostsalatehersteller Homann und Nadler sowie die Fischimbißkette Nordsee gehören.

Wer aber bei der IFR Capital das Geld und damit auch das Sagen hat, daran bestehen jetzt  keine Zweifel mehr. Unmissverständlich forderte der vor Jahren aus steuerlichen Gründen in die Schweiz übergesiedelte Müller-Milch-Chef, dass die IFR Capital aus dem Wachstumsindex AIM der Londoner Börse entfernt werden solle. Als Gründe werden unter anderem der ohnehin geringe Free Float von rund 12 Prozent genannt, aber vor allem auch eine Art Ultimatum Müllers: Er werde seine Vorzugsaktien erst dann in neue Stammaktien umwandeln, wenn das Unternehmen von der Börse genommen werde. Die von Kamps geführte Holding hatte mit dem Börsengang in London vor gut drei Jahren einen Erlös von 135 Millionen Euro erzielt.

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Was Müller will, bekommt Müller

Müllers Forderungen gingen in Erfüllung: Am 4. Februar wurde IFR Capital von der Börse genommen. Jetzt strebt Müller sogar eine Mehrheit von 80 Prozent an der Finanzholding an. Damit verliert Kamps binnen einer Dekade zum zweiten Mal die Macht in einem Milliarden-Konzern. 2002 war die von Kamps gegründete Kamps AG vom italienischen Nudelkonzern Barilla übernommen worden.

IFR Capital erlöste im Geschäftsjahr 2008 rund 760 Millionen Euro und verbuchte Verluste in Höhe von rund 30 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2009 erzielte die Holding einen Gewinn von rund drei Millionen Euro und dürfte nach der Übernahme von Nadler erstmals die Milliarden-Euro-Umsatz-Schwelle übertroffen haben.

Ungeachtet der neuen Machtverhältnisse soll bei IFR Capital zunächst alles beim Alten bleiben. Jedenfalls was die Betätigung als Übernahmeplattform für kleine und mittlere Unternehmen aus den Bereichen Feinkost, Groß- und Einzelhandel sowie Gastronomie angeht. Auch Kamps soll zunächst seinen Chefposten behalten. Für die Zeit nach der Mehrheitsübernahme hat Müller ebenfalls schon hochtrabende Pläne: Er will die Holding beziehungsweise einzelne Unternehmen an die Deutsche Börse in Frankfurt bringen.

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