Oliver Berking, 42, liebt das Beständige und das Handgefertigte. Deshalb hat sich der Chef der Besteckmanufaktur Robbe & Berking mit drei Freunden ein 40 Jahre altes Ruderboot gekauft, „weil man ihm ansieht, dass es ein Bootsbauer nach alter Väter Sitte für die nächsten 100 Jahre gebaut hat“. Berking liebt das Meer, sein reetgedecktes Haus ist nah am Wasser gebaut: an der Flensburger Förde, wo Berking mit seiner Frau Esther und sechs Kindern wohnt. Oft weht hier ein kräftiger Wind, aber während des Sommers sitzt Berking vor dem Haus im Korbstuhl. Der Blick schweift über die Förde, „das schönste Segelrevier Deutschlands“, so Berking.
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Gleich nebenan liegt die so genannte Dänische Südsee mit ihren vielen kleinen Inseln. In fünfter Generation führt Berking die Silbermanufaktur die mit 200 Mitarbeitern der weltweit größte Hersteller silberner Bestecke ist. Zwei Drittel seines Umsatzes macht er in Deutschland, aber auch im Ausland schätzt man die Silberwaren aus Schleswig-Holstein. Den Kreml hat er ausgestattet, das malaysische Königshaus, das Restaurant im New Yorker Museum of Modern Art. Von der Austerngabel bis zur Zuckerzange, 50 Einzelteile gehören zu jeder der 30 Besteckserien der Manufaktur, in der – von wenigen Maschinen abgesehen – so produziert wird wie im Gründungsjahr 1874.









