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Immobilie: Hotel Adlon: Streit zwischen Jagdfeld und Investoren eskaliert

von Daniel Schönwitz

Der Streit zwischen Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld und seinen Investoren eskaliert.

Das Berliner Luxushotel Adlon steckt tief in der Krise. 2009 sei ein „erheblicher Verlust“ angefallen, heißt es in einem Schreiben an die Anleger des Fundus Fonds 31, denen das Hotel gehört. Der Chef des Fondsinitiators Fundus, Anno August Jagdfeld, lädt darin zu einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung am 17. März ein. Dort soll es aber nicht darum gehen, die Einnahmen zu steigern. Im Gegenteil: Jagdfeld bittet die 5000 Anleger, die 220 Millionen Euro ins Adlon investiert haben, 2010 und 2011 auf Pacht in Millionenhöhe zu verzichten. Die Adlon Holding (AH), die Bars und Restaurants im Hotel betreibt, habe 2009 zwei Millionen Euro Verlust gemacht und „nur durch Unterstützungsmaßnahmen ihrer Gesellschafter“ überlebt, so Jagdfeld.

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Pikant: Die AH gehört der Familie Jagdfeld. Der Unternehmer profitiert also vom Mietverzicht – auf Kosten des Fonds, den er selbst aufgelegt hat und dessen Geschäftsführer er ist. Wegen des Interessenkonflikts kam es auf der Gesellschafterversammlung 2009 zu Protesten (WirtschaftsWoche 39/2009).

Dort hatte Jagdfeld bereits einen Pachtverzicht für 2008 und 2009 zugunsten der AH durchgesetzt. Angesichts der neuen Pläne kündigen Anleger Widerstand an. Thomas Fritsch, Anwalt der 115 Mitglieder starken Schutzgemeinschaft der Adlon-Anleger, will Jagdfeld zwingen, eine Liste aller Investoren herauszugeben. Am 23. März verhandelt das Landgericht Aachen. Mit der Liste wollen die Adlon-Rebellen weitere Anleger mobilisieren, um auf Versammlungen Mehrheiten gegen Jagdfeld zu organisieren. Das Problem: Viele Anleger sind nicht aktiv und haben ihr Stimmrecht an eine Jagdfeld-Firma übertragen.

9 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 21.11.2010, 12:36 UhrAnonymer Benutzer: Karl Schmitz

    immer dagegen zu sein, ist ja auch einfacher. Ein Anwalt ist da fein raus: Kassiert seine Gebühren und weg, wenn nichts mehr zu holen ist. Wenn seine Mandanten verlieren sind die Richter schuld. Da kann er dann leider nichts mehr machen. Aber man hat es ja immerhin versucht. Wenn dabei der Ruf der eigenen Kapitalanlage ruiniert wird - so what!

  • 22.03.2010, 12:25 UhrAnonymer Benutzer: Helmut Lorscheid

    ich beginne gerade mit einer Recherche zu Fundus und bin sehr an Kontakten zu Anlegern und anderen informationen über die Fundus-Gruppe interessiert und danke deshalb für ihre Email an meine Adresse HLorscheid@web.de

  • 21.03.2010, 23:25 UhrAnonymer Benutzer: Jörg Mohn

    Die Gesellschfterversammlungen sind eine Farce. Die THG Jadgfeld & Partner vertritt die leider in der "Mehrheit nicht anwesenden Gesellschafter" kraft ihrer Weisung mit ihrer Stimme immer zugunsten des Vorschlages der Fondsgesellschaft "Fundus". Dadurch werden fehlentscheidungen zu Lasten der Anleger getroffen. So werden z. b auch leider verstorbene Gesellschafter die sich nicht mehr abmelden können mit "vertreten". Das ist eine Schande und geht immer zu Lasten aller Gesellschafter

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