Industrie: Siemens-Tochter SIS: Kosten deutlich höher als bei der Konkurrenz

Industrie: Siemens-Tochter SIS: Kosten deutlich höher als bei der Konkurrenz

von Michael Kroker

Was seine Vorgänger nicht geschafft haben, ist auch Siemens-Chef Peter Löscher noch nicht gelungen: die IT-Tochter SIS zu sanieren.

Das offenbart eine interne Präsentation, die der WirtschaftsWoche vorliegt. SIS betreibt die IT-Systeme des Mutterkonzerns, agiert aber auch als externer IT-Dienstleister. Dadurch steht die seit 1. Januar in ein eigenständiges Unternehmen überführte Siemens-Tochter im Wettbewerb mit Branchengrößen wie IBM und Hewlett-Packard.

Laut Präsentation sind die Umsätze der IT-Sparte seit dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008 bis zum dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (Ende Juli 2010) um 22 Prozent eingebrochen. Gleichzeitig sackte SIS mit einer Verlust-rate von rund sieben Prozent, gemessen am Umsatz im dritten Quartal, in die roten Zahlen. Zuvor erzielte die IT-Sparte von Siemens mit einer Marge zwischen zwei und fünf Prozent seit Anfang 2008 stets Gewinne, wenn auch magere. „Kosten gefährden das Überleben der SIS“, lautet darum die Überschrift einer Grafik. Demnach liegen die allgemeinen Vertriebs- und Verwaltungsausgaben bei 15 Prozent vom Umsatz. Zudem kommt SIS bei Änderungen gegenüber der ursprünglichen Projektkalkulation, die nicht an den Kunden weitergegeben werden können, auf weitere sechs Prozent. Wettbewerber liegen dagegen auf einem Niveau von zwölf respektive zwei Prozent. Fazit der Präsentation: „Ohne einen einzigen Euro mehr Umsatz zu erzielen, könnten wir unsere Gewinnmarge um sieben Prozent steigern“, wenn SIS eine ähnliche Kostenstruktur wie die Konkurrenz hätte.

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