58 Millionen Euro: Ex-Novartis-Chef Vasella wollte Abfindung spenden

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Daniel Vasella

von Jürgen Salz

Der frühere Novartis-Chef Daniel Vasella wundert sich, wie auf seine Abfindungszahlung in Höhe von 58 Millionen Euro reagiert wurde.

Der frühere Novartis-Chef Daniel Vasella ist bis heute irritiert über die heftigen Reaktionen, die das Novartis-Angebot einer Abfindungszahlung in Höhe von 58 Millionen Euro Anfang des Jahres ausgelöst hat. In einem seiner seltenen Interviews sagte Vasella jetzt der WirtschaftsWoche, dass er diese hohe Summe habe spenden wollen. „Es handelte sich nicht um eine Abfindung, sondern um ein bezahltes Konkurrenzverbot. Die Auszahlung war an strikte Bedingungen geknüpft, die einem Berufsverbot gleichkamen“, verteidigte sich Vasella in einem Interview mit der WirtschaftsWoche. „Insgesamt war das sicher keine angenehme Zeit und hat mich auch etwas überrascht, da ich ja gesagt hatte, dass ich das Geld für wohltätige und soziale Zwecke verwenden würde.“

Auf den Hinweis, dass die Absicht, das Geld zu spenden, nicht bekannt sei, sagte Vasella dem Magazin: „Meine diesbezügliche Aussage wurde wohl ausgeblendet. Da ein erster Betrag frühestens nach einem Jahr und die Gesamtsumme innerhalb von sechs Jahren ausbezahlt worden wäre, hatte ich mir auch noch keine konkreten Gedanken über die genauen Empfänger gemacht.“ Vasella hatte nach den Protesten auf die Auszahlung verzichtet.

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Verteidigt hat der frühere Novartis-Lenker auch seine umstrittenen Bezüge in Höhe von 19.000 Euro pro Tag für seine jetzige Tätigkeit als Coach für seinen alten Arbeitgeber Novartis: „Führungskräfte mit meinem Wissen und meiner Erfahrung werden international in diesen Größenordnungen bezahlt. Ich denke, dass ich Führungskräfte effizient beraten kann.“ Er arbeite auch für andere Unternehmen: „Ich berate nicht nur Novartis-Führungskräfte, sondern freiberuflich auch Konzernleiter anderer Unternehmen, vor allem in Asien.“ Namen wollte Vasella allerdings nicht nennen.

Auch über seinen jetzigen Wohnort wollte der frühere Novartis-Chef aus Sicherheitsgründen keine Auskunft geben. „Ich bin vor einigen Jahren von selbst ernannten Tierschützern bedroht worden. Sie haben mein Ferienhaus niedergebrannt, das Grab meiner Schwester und meiner Mutter geschändet und Hauswände mit Farbe besprüht. Es gab auch Morddrohungen.“ Deshalb halte er seinen Wohnort jetzt geheim. Schweizer Medien hatten zuletzt über einen Wohnort in den USA spekuliert.

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