ABB: Elektrokonzern warnt vor anhaltendem Gegenwind

ABB: Elektrokonzern warnt vor anhaltendem Gegenwind

, aktualisiert 20. April 2016, 09:16 Uhr
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Der Elektrotechnikkonzern leidet darunter, dass Kunden aus der Öl- und Gasbranche weniger bestellen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Investitionsscheu vieler Kunden macht ABB zu schaffen. Im ersten Quartal sank der Gewinn des Siemens-Rivalen um elf Prozent. Der Konzernchef warnt, dass sich am schwierigen Umfeld zunächst wenig ändern wird.

ZürichDie Investitionsscheu vieler Kunden macht dem Elektrotechnikkonzern ABB zu schaffen. Im ersten Quartal sank der Gewinn um elf Prozent auf 500 Millionen Dollar, wie das Schweizer Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Wie die Rivalen Siemens oder General Electric spürt auch ABB, dass Förderunternehmen aus der Öl-, Gas- und Bergbaubranche angesichts niedriger Rohstoffpreise wenig neue Technik bestellen. ABB-Chef Ulrich Spiesshofer warnte, dass sich daran nicht so schnell viel ändern dürfte. „2016 wird durch anhaltenden Gegenwind von den Märkten geprägt sein, sowohl von wirtschaftlicher als auch von der politischen Seite.“

Zum Jahresstart fiel der Umsatz um acht Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar. Analysten hatten allerdings einen noch stärkeren Rückgang befürchtet. „Die Wachstumsinitiativen helfen uns, den Gegenwind der Märkte zu mildern“, erklärte Spiesshofer. ABB beliefert traditionell neben Öl- und Gasfirmen vor allem Versorger sowie Chemiefirmen und ist nun dabei, einen Fuß ins Geschäft mit neuen Kundengruppen wie Nahrungsmittel- und Getränkehersteller zu bringen. Das laufende Sparprogramm half dem Zürcher Konzern zudem, dass der Gewinn im Quartal weniger stark einbrach als von den Anlegern befürchtet.

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Die Überprüfung des Geschäfts mit Stromnetztechnik sei auf Kurs, weitere Angaben dazu will der Konzern auf einem Investorenanlass Anfang Oktober machen. Medienberichten zufolge drängt der Großaktionär Cevian darauf, das größte Geschäftsfeld teilweise oder vollständige abzuspalten. Der Finanzinvestor, der auch an Firmen wie Thyssen-Krupp oder dem Baukonzern Bilfinger beteiligt ist, hält sich zu seinen Plänen für ABB bedeckt. Üblicherweise peilt Cevian mit den Änderungen in den Geschäftsportfolios und im Management aber eine Verdoppelung des Unternehmenswerts an. Davon sind die Schweden bei ABB noch weit entfernt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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