Abgas-Manipulation: Staatsanwälte ermitteln gegen Daimler-Mitarbeiter

Abgas-Manipulation: Staatsanwälte ermitteln gegen Daimler-Mitarbeiter

, aktualisiert 22. März 2017, 16:42 Uhr
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Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt im Zusammenhang mit Abgas-Manipulationen gegen den Autobauer.

Quelle:Handelsblatt Online

Daimler gerät ins Visier der Staatsanwaltschaft. Die Behörde ermittelt im Zusammenhang mit Abgas-Manipulationen gegen Mitarbeiter des Autoherstellers. Es bestehe Anfangsverdacht des Betruges und der strafbaren Werbung.

StuttgartDie Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Ermittlungen gegen Daimler-Mitarbeiter wegen des Verdachts auf Betrug im Zusammenhang mit Abgas-Manipulationen bei Dieselfahrzeugen aufgenommen. „Wir ermitteln gegen namentlich bekannte und unbekannte Mitarbeiter der Daimler AG wegen des Verdachtes des Betrugs und der strafbaren Werbung“, sagte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch.

Um wie viele Beschäftigte es sich handelt, wollte er nicht sagen. Zuvor hatte die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtet, dass Mitarbeiter den Konzern mit Blick auf mögliche gesetzeswidrige technische Manipulationen bei Dieselfahrzeugen belastet hätten.

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Daimler teilte auf Anfrage mit, man stehe mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart und anderen Behörden in Kontakt. Man habe aber keinerlei Kenntnis von Befragungen von Mitarbeitern durch die Staatsanwaltschaft Stuttgart, so eine Sprecherin.

Das Kraftfahrt-Bundesamt habe im Rahmen seiner Messungen im vergangenen April keinen Verstoß gegen geltende Rechtsvorschriften festgestellt. Ebenfalls 2016 hatte das US-Justizministerium Daimler aufgefordert, eine interne Untersuchung des Zertifizierungsprozesses in Bezug auf Abgasemissionen in den USA anzustoßen. Zu Einzelheiten über die noch laufenden Untersuchungen äußerte sich der Konzern nicht.

Im Zuge des Abgas-Skandals bei Volkswagen war nicht nur der Wolfsburger Konzern selbst, sondern auch der Zulieferer Bosch ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Auch in anderen Ländern rief der Verdacht auf Manipulationen Behörden auf den Plan. In Frankreich etwa laufen Ermittlungen gegen Renault und Fiat.

Quelle:  Handelsblatt Online
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