Abgas-Skandal: VW-Chef Müller bleibt Automesse in Detroit fern

Abgas-Skandal: VW-Chef Müller bleibt Automesse in Detroit fern

, aktualisiert 04. Januar 2017, 21:00 Uhr
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Der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen musste in den USA viel Kritik einstecken.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Automesse in Detroit findet ohne VW-Chef Matthias Müller statt. VW steht in den USA besonders im Fokus, weil dort die Manipulation mit Abgastests aufgeflogen war. Bereits letztes Jahr sorgte Müller für Irritationen.

Wolfsburg/DetroitVW-Chef Matthias Müller wird sich in diesem Jahr nicht auf der Automesse in Detroit sehen lassen. „Es wird kein eigenes Veranstaltungsformat des Volkswagen Konzerns geben und der Konzernvorstand wird vor diesem Hintergrund nicht an der Messe teilnehmen“, teilte das Unternehmen am Mittwoch auf Anfrage mit. Die Messeaktivitäten des Konzerns und der Tochtermarken würden „bezüglich Effizienz und Wirkung weiterhin kritisch hinterfragt und angepasst“.

VW steht in den USA besonders im Fokus: Hier war die massenhafte Manipulation von Diesel-Abgastests aufgeflogen. Für die betroffenen Autos in den USA hat sich der Konzern auf Kundenentschädigungen und Strafen eingelassen, die den Autobauer mehr als 17 Milliarden Dollar kosten können. Darüber hinaus laufen noch immer Gespräche zwischen dem US-Justizministerium und VW über einen Vergleich zur Beilegung strafrechtlicher Ermittlungen. Die US-Behörden legen in der ganzen Angelegenheit großen Wert auf Diskretion von Seiten des Konzerns.

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In diesem Jahr richtet lediglich die Marke VW eine Vorabendveranstaltung aus, nicht der Konzern. VW und Audi sind auch mit Messeständen vertreten.

Im vergangenen Jahr hatte Müller auf einer Vorabendveranstaltung des Konzerns mit einem Radio-Interview für Irritationen gesorgt. In dem Gespräch mit dem US-Sender NPR hatte Müller den Abgas-Skandal als ein „technisches Problem“ dargestellt. Der Konzern habe auch nicht gelogen. Später hatte sich VW um eine erneute Aufzeichnung des Interviews bemüht. Öffentlich hatte Müller für seine Aussagen herbe Kritik einstecken müssen, er zeige zu wenig Reue den US-Behörden gegenüber.

Quelle:  Handelsblatt Online
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