Abgasmanipulation: Auch Porsche steht unter Verdacht

Abgasmanipulation: Auch Porsche steht unter Verdacht

, aktualisiert 02. Juni 2017, 14:39 Uhr
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Auch der Sportwagenhersteller steht unter Verdacht, Abgaswerte manipuliert zu haben.

Quelle:Handelsblatt Online

Auch Porsche steht im Verdacht, eine Software zur Abgasmanipulation einzusetzen. Der „Wirtschaftswoche“ zufolge überprüft das Kraftfahrt-Bundesamt den Sportwagenbauer. Die verwendete Technik ähnele der von Audi.

DüsseldorfDas Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) prüft, ob neben Audi auch Porsche eine illegale Software verwendet. Das berichtet die „Wirtschaftswoche“. Bei der Untersuchung geht es, wie im am Donnerstag bekannt gewordenen Fall Audi, ebenfalls um die sogenannte Lenkwinkelerkennung. Verkehrsminister Alexander Dobrindt zufolge registriert eine Lenkwinkelerkennungs-Software bei Audi, ob das Auto auf einem Prüfstand steht.

Werde die Lenkung um mehr als 15 Grad eingeschlagen, erhöhten sich die Emissionen. Das wertet Dobrindt als illegal, Audi muss 24.000 Fahrzeuge zurückrufen. Nun geht es beim KBA darum, ob auch Porsche diese illegale Software benutzt.

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„Die Untersuchungen des KBA dauern weiterhin an. Das KBA geht davon aus, dass diese zeitnah abgeschlossen werden können“, bestätigte das Bundesverkehrsministerium der WirtschaftsWoche am 16. Mai auf Fragen zu Porsche. Porsche sagt dazu, der Autobauer könne „für alle Porsche-Modelle bestätigen“, dass Lenkbewegungen nicht verwendet würden, „um einen Prüfstandsfahrzyklus zu erkennen und auf diesen zu reagieren“.

Ob die Prüfung im Fall Porsche abgeschlossen ist, konnte das Ministerium am Freitag nicht beantworten. Das KBA hatte der „Wirtschaftswoche“ am vergangenen Dienstag auf Fragen zum Thema Lenkwinkelerkennung bei Porsche aber bestätigt: „Das KBA untersucht in diesem Zusammenhang Schadstoff- und CO2-Emissionen.“

In seinem Statement zu Audi berichtete Minister Dobrindt bislang nur von erhöhten Stickoxidwerten (NOx). Ginge es auch um CO2, würde der Abgasskandal eine ganz neue Dimension erreichen. In Deutschland richtet sich die Kfz-Steuer danach, wie viel CO2 ein Auto ausstößt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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