Abgasskandal von VW: Volkswagen erwägt Image-Kampagne für Diesel

Abgasskandal von VW: Volkswagen erwägt Image-Kampagne für Diesel

, aktualisiert 02. Mai 2017, 14:12 Uhr
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Volkswagen sorgt sich um das angeschlagene Image des Dieselmotors.

Quelle:Handelsblatt Online

VW ruft zu einer Kampagne für Dieselmotoren auf. Diese Technologie erlebt derzeit wegen des Abgasskandals und der Debatte um Fahrverbote einen Imageverfall. Andere Hersteller sollen sich an der Aktion beteiligen.

WolfsburgVolkswagen will angesichts des schlechten Rufs von Dieselmotoren den Selbstzünder retten. Zwar habe der Diesel mit starkem Gegenwind in der Öffentlichkeit und der Politik zu kämpfen. „Aus unserer Sicht ist der moderne Diesel aber Teil der Lösung, nicht des Problems“, sagte Konzernchef Matthias Müller der „Automobilwoche“. VW erwägt seinen Worten zufolge eine Kampagne, an der sich andere Hersteller beteiligen sollen.

Zuvor hatte Müller auf dem Wiener Motorensymposium betont, dass Volkswagen bis 2022 zehn Milliarden Euro in die Entwicklung des Verbrennungsmotors investieren will. In Elektro- und Hybridmotoren sollen bis dahin neun Milliarden Euro fließen. Volkswagen erwarte, dass 2025 drei von vier Neuwagen mit Benzin oder Diesel angetrieben sein werden. VW steht auch wegen des Skandals um manipulierte Dieselfahrzeuge unter Druck, alternative Antriebe zu entwickeln.

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Wegen der wachsenden Kritik am Dieselmotor fürchtet die Autoindustrie um Milliardeninvestitionen. Zuletzt war etwa bekannt geworden, dass heutige Diesel-Autos laut Umweltbundesamt den EU-Grenzwert auf der Straße um ein Vielfaches übersteigen.

Müller sagte dem Blatt, eine Kampagne für die Selbstzünder solle am besten übergreifend erfolgen, weil nicht nur Volkswagen betroffen sei. Auch andere Hersteller bräuchten den Diesel, um die staatlichen CO2-Ziele zu erreichen. Mit Blick auf drohende Fahrverbote für Diesel in Innenstädten sagte er, es sei problematisch, Euro-5-Diesel „generell zu verdammen“. Auch in der Politik gebe es unterschiedliche Meinungen: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sei „durchaus offen“ dafür, Dieselmotoren nachzurüsten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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