Abgasskandal: VW-Vorschläge sind US-Umweltbehörde nicht genug

Abgasskandal: VW-Vorschläge sind US-Umweltbehörde nicht genug

, aktualisiert 06. Januar 2016, 22:31 Uhr
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Dunkle Wolken ziehen über ein VW-Logo am Tor Sandkamp vom VW Werk hinweg: Dem Wolfsburger Konzern drohen in den USA sehr hohe Geldbußen.

Quelle:Handelsblatt Online

Epa und VW kommen im Abgasskandal nicht auf einen gemeinsamen Nenner: Die bisherigen Lösungsvorschläge des deutschen Autokonzerns stellen die US-Umweltbehörde nicht zufrieden. Mitte Januar läuft die Abgabefrist ab.

WashingtonDer US-Umweltbehörde Epa ist mit den Ansätzen des Volkswagen-Konzerns zur geplanten Umrüstung der vom Abgasskandal betroffenen Diesel-Fahrzeuge weiterhin nicht zufrieden. Rückruf-Diskussionen mit dem Unternehmen hätten „keinen akzeptablen Weg nach vorne ergeben“, erklärte die Behörde am Mittwoch. „Die EPA besteht weiterhin darauf, dass VW effektive, angemessene Lösungen so rasch wie möglich entwickelt.“

Zuvor hatte sich der Chef der Marke Volkswagen, Herbert Diess, auf der Technologiemesse CES in Las Vegas zuversichtlich geäußert, bald eine akzeptable Lösung zu finden. Der Autobauer arbeite hart an einem überzeugenden Lösungspaket und führe mit den US-Behörden einen sehr konstruktiven Dialog. „Ich bin optimistisch, dass wir ihre Zustimmung in den kommenden Wochen und Monaten bekommen werden“, sagte Diess.

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Der Wolfsburger Konzern muss der kalifornischen Umweltbehörde Carb bis 14. Januar eine Lösung präsentieren, wie die betroffenen Fahrzeuge wieder in Einklang mit den Vorschriften zur Luftreinhaltung gebracht werden.

Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck der EPA zugegeben, Stickstoffwerte bei Diesel-Autos mit einer Software geschönt zu haben. Allein in den USA sind Hunderttausende Fahrzeuge betroffen.

Auf den Wolfsburger Konzern kommen in den Vereinigten Staaten Milliarden an Rechtskosten wegen des Skandals zu. Das US-Justizministerium verklagte VW im Namen der EPA wegen Verstoßes gegen das Luftreinhaltegesetz und fordert Geldstrafen, die sich auf bis zu 48 Milliarden Dollar summieren. Zudem wurden Hunderte von Sammelklagen privater Autobesitzer erhoben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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