Abwehr gegen Übernahme: K+S erwägt Teil-Börsengang von Tochter Morton Salt

Abwehr gegen Übernahme: K+S erwägt Teil-Börsengang von Tochter Morton Salt

, aktualisiert 14. Januar 2016, 19:22 Uhr
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Die Offerte des Rivalen Potash kam K+S nicht willkommen. Deshalb will der Konzern sich künftig vor ungebetenen Übernahmeversuchen schützen.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach dem Übernahmeversuch des Konkurrenten Potash will sich K+S neu aufstellen. Offenbar plant der Düngemittelhersteller, einen Teil seiner US-Tochter Morton an die Börse zu bringen – als „Giftpille“.

FrankfurtDer Salz- und Düngerhersteller K+S arbeitet einem Zeitungsbericht zufolge an einer neuen Abwehrstrategie für unerbetene Übernahmeversuche. Es gebe die Idee, die US-Tochter Morton Salt in den USA teilweise an die Börse zu bringen, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstag) unter Berufung auf eigene Informationen. Von einer Entscheidung sei der Konzern aber noch weit entfernt, hieß es weiter.

Im Management gebe es verschiedene Meinungen zu dem Gedankenspiel, schreibt das Blatt. K+S wollte sich auf Anfrage nicht zu den Erwägungen äußern.

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Die Aktien reagierten am Donnerstag in einem schwachen Gesamtmarkt als einer der wenigen Dax-Gewinner mit einem leichten Kursaufschlag. Aus Sicht von EquinetBank-Analyst Michael Schäfer ist das K+S-Salzgeschäft eine „verborgene Schönheit“. K+S ist der größte Salzhersteller der Welt, allerdings macht der Bereich nur rund ein Viertel des Konzerngewinns aus.

Ein Teilbörsengang der Tochter könnte laut der Zeitung zweierlei Gründe haben: Einerseits dürfte er Übernahmeversuche wie zuletzt durch den kanadischen Kalidünger-Rivalen Potash erschweren. Die Tochter könnte als sogenannte „Giftpille“ dienen. Zum anderen würde der Wert der Salz-Sparte im Konzern transparenter – allerdings auch für Übernahme-Interessenten.

K+S-Chef Norbert Steiner hatte das Potash-Gebot im vergangenen Jahr als zu niedrig zurückgewiesen. Auch fehlten bindende Zusagen für Standorte und Mitarbeiter. Doch der Aktienkurs ist derzeit mit 20,70 Euro weit von der informellen Offerte in Höhe von damals 41 Euro entfernt. Damit dürfte der Druck der Anteilseigner auf den Vorstand zumindest bis zur Hauptversammlung im Mai steigen.

Quellle:  Handelsblatt Online
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