Airbus' Antwort auf den Dreamliner: Qatar Airways hat den ersten A350 erhalten

Airbus' Antwort auf den Dreamliner: Qatar Airways hat den ersten A350 erhalten

Ein Meilenstein für Airbus: Qatar Airways hat in Toulouse das erste Exemplar des neuen A350 übernommen. Das Langstreckenflugzeug ist die wichtigste Waffe der Europäer im Kampf gegen US-Konkurrent Boeing.

Ihre Exzellenz hat ein neues Spielzeug: Mit rund drei Wochen Verspätung hat Airbus die erste A350-Maschine an die Fluglinie Qatar Airways von Scheich Akbar Al Baker übergeben. Der Airline-Chef nannte es einen stolzen Augenblick, „dieses Flugzeug der neuesten Generation in unserer schnell wachsenden Flotte willkommen zu heißen“. Den ersten kommerziellen Flug soll die A350 am 15. Januar von Doha nach Frankfurt absolvieren, kündigte Al Baker an.

Die Übergabe ist aber vor allem ein wichtiger Meilenstein für den europäischen Flugzeugbauer: Airbus-Chef Fabrice Brégier sprach von einem „historischen Tag“ für das Unternehmen. Der A350 ist eine bedeutende Waffe im Wettkampf mit dem amerikanischen Konkurrenten Boeing.

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A350 - neuer Hoffnungsträger von Airbus

  • Allgemeine Informationen

    Der A350 ist der neue zweistrahlige Langstreckenflieger des Flugzeugbauers Airbus. Das als Antwort auf den „Dreamliner“ 787 von US-Konkurrent Boeing entwickelte Flugzeug wird in verschiedenen Versionen angeboten. Der Hightech-Flieger A350 XWB (für Extra Wide Body) soll 25 Prozent weniger Sprit verbrauchen als herkömmliche Langstreckenjets. Bestellungen für 778 Flugzeuge (alle Varianten) liegen bereits vor.

    Für die größte Variante A350-1000 nennt Airbus folgende Daten:

  • Reichweite

    14.800 Kilometer

  • Größe

    Länge: 73,78 Meter

    Höhe: 17,08 Meter

    Spannweite: 64,75 Meter

  • Sitzplätze

    369 in typischer Dreiklassenbestuhlung

  • Tankgröße

    156.000 Liter

  • Listenpreis

    340,7 Millionen Dollar

  • Herstellung

    Die Jets werden in Toulouse zusammengebaut. Wesentliche Teile entstehen in deutschen Werken, so im Airbus-Werk Hamburg, in Stade und Bremen.

    Quelle: dpa


Im Jahresvergleich liegt Boeing bei den Nettoaufträgen vorne. Während Airbus mehr Standardrumpfflugzeuge verkauft als sein US-Konkurent, punktet Boeing derzeit insbesondere auf dem profitablen Markt der Großraummaschinen. Der 787 Dreamliner ist bereits seit mehr als drei Jahren auf dem Markt. Auch der 767 und vor allem der neue 777X sorgten bei Boeing für volle Auftragsbücher.

Probleme bei A350 und A380 Die fatale Macht der arabischen Airlines

Sie meckern und motzen, bestellen ab und um. Die Abhängigkeit von den drei großen arabischen Fluglinien Etihad, Qatar und Emirates wird für Airbus und Boeing zum Problem.

Am Samstag sollte der erste A350 an Qatar Airways übergeben werden. Jetzt wurde die Auslieferung in letzter Sekunde abgesagt. Quelle: dpa


Airbus hingegen hatte unter anderem mit einer Stornierung einer großen A350-Bestellung von Emirates zu kämpfen. Große Probleme gibt es beim A380 – der Flieger verkauft sich sehr viel schlechter, als erhofft.
Die wirtschaftlichen Hoffnungen ruhen deshalb vor allem auf dem zweistrahligen A350, der Antwort auf den Dreamliner.

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Airbus und Boeing haben mit ihren beiden Langstreckefliegern Neuland betreten und die Technik deutlich weiterentwickelt. Die Maschinen bestehen zu großen Teilen aus kohlefaserverstärkten Kunststoffen, die sie deutlich leichter machen, und verfügen über hocheffiziente Triebwerke.

Die Flugzeugbauer versprechen den Airlines mit den neuen Maschinen Einsparungen von bis zu 25 Prozent Treibstoff und deutlich niedrigere Wartungskosten im Vergleich zu den Vorgängermodellen.

Mit Material von dpa

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