Airbus: Flugzeugbauer steigert seinen Gewinn deutlich

Airbus: Flugzeugbauer steigert seinen Gewinn deutlich

, aktualisiert 30. Oktober 2015, 08:42 Uhr
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Ein Airbus A350 XWB.

Airbus überrascht mit starken Zahlen. Wegen der besonders großen Nachfrage, weitet das Unternehmen die Produktion in Hamburg aus.

Die große Nachfrage nach Linienflugzeugen verleiht Airbus Schub. Im dritten Quartal zog der Betriebsgewinn um zwölf Prozent an auf 921 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet.

Auch beim Umsatz übertraf der europäische Luftfahrtkonzern mit einem Anstieg um sechs Prozent auf 14,072 Milliarden Euro die Erwartungen. Vorstandschef Tom Enders bekräftigte die Jahresziele, wonach Umsatz, Gewinn und Dividende zulegen sollen. "Wir sind auf Kurs, unsere Prognose für das Geschäftsjahr zu erreichen." Zudem kündigte er eine Produktionsaufstockung beim Verkaufsschlager A320 an.

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Aufträge von Airbus und Boeing im Vergleich

  • 2015

    Airbus: 1.139     

    Boeing: 878

    Anzahl der bei Airbus und Boeing bestellten Flugzeuge bis 2015 (Bruttobestellungen)

    Quelle: Statista

  • 2014

    Airbus: 1.796      

    Boeing: 1.550

  • 2012

    Airbus: 914          

    Boeing: 1.339

  • 2010

    Airbus: 644          

    Boeing: 625

  • 2008

    Airbus: 900          

    Boeing: 600

  • 2006

    Airbus: 824          

    Boeing: 1.007

Mitte 2019 sollen 60 Maschinen dieses Typs pro Monat gebaut werden, sagte Enders. Reuters hatte zuvor von Insidern erfahren, dass Airbus die Produktion aufstocken will und sich darauf mit seinen wichtigsten Zulieferern geeinigt hat. Bisher stellt der Flugzeugbauer rund 42 Maschinen des Typs A320 im Monat her. Geplant war bislang, die Produktion ab dem ersten Quartal 2017 auf 50 Flugzeuge zu erhöhen. Konkurrent Boeing hatte bereits angekündigt, ab 2018 pro Monat 52 Maschinen vom Typ 737 statt der bisherigen 42 zu bauen.

Airbus bekräftigte, trotz der Triebwerksprobleme bei der A320neo-Erprobung seien Zulassung und erste Auslieferungen weiterhin im vierten Quartal 2015 vorgesehen. Das A380-Programm sei "auf Kurs, 2015 die Gewinnschwelle zu erreichen". Von Januar bis September zog das Betriebsergebnis des Luftfahrtkonzerns um acht Prozent auf 2,8 Milliarden Euro an. Unterm Strich schoss der Gewinn um 36 Prozent nach oben, auf 1,9 Milliarden Euro.

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Der Auftragseingang legte in den ersten neuen Monaten um 42 Prozent auf 112 Milliarden Euro. Airbus verbuchte demnach 815 Nettobestellungen für Zivilflugzeuge, einschließlich 87 Orders für Maschinen der A330-Familie. Am Rande des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel in China unterzeichnete Airbus diese Woche zudem in Peking einen Vertrag über die Lieferung von 30 Flugzeugen des Typs A330.

Der Umsatz des Luftfahrtkonzerns legte von Januar bis September um sechs Prozent zu auf 43 Milliarden Euro. Dazu habe insbesondere die Erholung des US-Dollars und ein günstiger Produktmix beigetragen, hieß es. Während der Umsatz im Geschäft mit Verkehrsflugzeugen um acht Prozent wuchs, stiegen die Erlöse in den kleineren Sektoren langsamer. Die Helikopter-Sparte wuchs um vier Prozent, das Raumfahrt-Segment um zwei Prozent.

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