Alan Mulally: Ford verliert seinen Lebensretter

Alan Mulally: Ford verliert seinen Lebensretter

, aktualisiert 09. Dezember 2011, 14:12 Uhr
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Einer der erfolgreichsten Automanager wird wohl die Brücke verlassen: Alan Mulally, Chef von Ford.

von Christian MüßgensQuelle:Handelsblatt Online

Der amerikanische Autobauer hat offenbar die Suche nach einem neuen Chef aufgenommen. Denn das bisherige Oberhaupt Alan Mulally wird wohl bald abdanken. Welche Anwärter sich gute Chancen ausrechnen können.

Nach zehn profitablen Quartalen in Folge hat beim amerikanischen Autobauer Ford offenbar die Suche nach einem Nachfolger für Unternehmenschef Alan Mulally begonnen. Der 66 Jahre alte Manager gilt als einer der erfolgreichsten Strategen der Branche. Auf dem vorläufigen Höhepunkt des Erfolgs muss Ford jetzt eine Personalentscheidung treffen, die für die kommenden Jahre von strategischer Bedeutung sein wird.

Mulally führte das Unternehmen sicher durch die Krise des Jahres 2009, während Konkurrenten wie General Motors und Chrysler sich in die Insolvenz retten mussten. Er setzte die Konzentration des Konzerns auf die Kernmarke Ford durch, die im Rückblick als großer Erfolg gilt. Und er zahlt nun erstmals seit fünf Jahren wieder eine Dividende von fünf Cent, wie das Unternehmen heute mitteilte. Innerhalb der nächsten zwei Jahre werde Mulally seinen Posten abgeben, berichtet das Wall Street Journal.

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Seine Bilanz ist eindrucksvoll: Mit 1,65 Milliarden Dollar erzielte das Unternehmen erst kürzlich den zweitbesten Quartalsgewinn in der 108-jährigen Firmengeschichte. Doch er hat längst nicht alle Probleme gelöst. In Asien ist der Konzern schwach, das Europa-Geschäft schrieb wegen hoher Materialpreise zuletzt rote Zahlen. Mulally verspricht, dass Europa 2011 Gewinne erzielt. Dennoch reicht es nicht für einen Spitzenplatz. Der deutsche Rivale Volkswagen dürfte nach einer Prognose des Center of Automotive Management bereits in diesem Jahr weltweit gut 8,3 Millionen Autos verkaufen, Ford 5,7 Millionen. 

Der Nachfolger wird gegensteuern müssen, will er den von Mulally eingeschlagenen Erfolgskurs nicht gefährden. Als mögliche Anwärter werden nach Medienberichten sowohl zwei interne als auch zwei Kandidaten von Außerhalb gehandelt. Einer der internen Kandidaten ist offenbar Mark Fields, derzeitiger Chef des Amerikageschäftes. Außerdem gilt Joe Hinrichs, Leiter des Asiengeschäftes, als aussichtsreicher Kandidat.

Unter den externen Aspiranten kann sich John Krafcik, Chef von Hyundai, offenbar gute Chancen ausrechnen. Außerdem wird Phil Martens, Chef des US-Aluminiumkonzern Novelis, als möglicher Nachfolger gehandelt. Zwar dementierte Ford gegenüber dem Branchendienst Automotive News, überhaupt auf der Suche zu sein. Doch nach Informationen des Wall Street Journal kursiert intern bereits eine Liste mit Personalvorschlägen.

Welcher Nachfolger auch immer den Posten übernimmt – er tritt ein großes Erbe an. Im Jahr 2006 übernahm Mulally als branchenfremder Manager das Steuer, damals schlug ihm große Skepsis entgegen. Heute gilt als Retter des Unternehmens. Er wurde am 4. August 1945 in Kansas geboren, graduierte 1969 an der University of Kansas als Luft- und Raumfahrtingenieur.  Darüber hinaus hat er einen Master-Abschluss im Bereich Management, erworben am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT).  Er ist verheiratet, hat drei Söhne und zwei Töchter. In seiner Freizeit spielt er Tennis.

Quelle:  Handelsblatt Online
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