Alstom-Einstieg: Siemens-Aufsichtsrat ist gegen Alstom-Übernahme

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Alstom-Einstieg: Siemens-Aufsichtsrat ist gegen Alstom-Übernahme

Bei Siemens gibt es Ärger: Angeblich ist der Aufsichtsrat gegen einen Einstieg bei Alstom. Einzelne Aufsichtsratsmitglieder hoffen auf einen Zuschlag für General Electric.

Laut einem Bericht des Spiegel gibt es bei Siemens Streit über den geplanten Einstieg beim französischen Unternehmen Alstom. Demnach distanzieren sich die Aufsichtsräte des Konzerns von Kaesers Übernahme-Plänen. Einige der Kontrolleure wünschen sich, dass der US-Rivale General Electric (GE) den Übernahmekampf gewinnt. "Für uns geht die Welt nicht unter, wenn wir den Zuschlag nicht bekommen", sagt einer der Kontrolleure dem Magazin. "Davon hängt die Zukunft von Siemens nicht ab".

Die Chefs der beiden Technologiefirmen Siemens und Alstom treten kommende Woche fast zeitgleich in Berlin und Paris vor die Presse - hier wie dort werden sich viele Fragen um das Angebot drehen, das die Deutschen für die Franzosen abgeben und mit dem sie den US-Konzern General Electric (GE) ausstechen wollen. Dabei war Alstom eigentlich nicht Teil der runderneuerten Strategie, die der Siemens-Chef am 7. Mai präsentiert. Kaeser will zeigen, welchen Weg der Münchener Industrieriese mit seinem Angebot von Zügen über Medizintechnik und Windturbinen bis hin zu Kraftwerken unter seiner Führung einschlägt. Der Erwartungsdruck ist immens.

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Auch Vorstände betroffen Siemens will komplette Hierarchieebene abbauen

Der geplante Umbau des Siemens-Konzerns wird auch die Vorstände des Technologiekonzerns treffen. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, soll die komplette Hierarchieebene des Sektorenchefs künftig wegfallen.

Aktionäre laufen an Siemens-Fahnen vorbei zur Siemens-Hauptversammlung Quelle: dpa

Siemens will die Energiesparte der Franzosen übernehmen und im Gegenzug die eigene ICE-Produktion an den TGV-Hersteller abgeben. Ob Kaeser sich Alstom nur einverleiben will, um GE auszustechen, oder ob er lediglich dem Ansinnen der französischen Regierung nachkommt, die eine europäische Lösung favorisiert - darüber wird spekuliert. In den vergangenen Jahren herrschte zwischen den beiden Industriegiganten große Rivalität. Bringt Kaeser den Zukauf tatsächlich unter Dach und Fach, müsse das niet- und nagelfest sein, warnt Fondsmanager Christoph Niesel von Union Investment. "Es ist seine erste große Handlung, seine erste große Akquisition. Wenn die schiefläuft, kann er es nicht wieder auf seinen Vorgänger schieben. Es ist jetzt seine Verantwortung."

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Fondsmanager Tim Albrecht von DWS Investment wäre eine risikoärmere Strategie des Wachstums aus eigener Kraft lieber gewesen. "Wir hatten uns gewünscht, dass sich der Konzern auf die profitablen Bereiche konzentriert, margenschwache Geschäfte verkauft und die freiwerdenden Mittel dann an die Aktionäre zurückgibt, entweder über einen Aktienrückkauf oder eine Ausschüttung", sagt Albrecht. Eine milliardenschwere Übernahme passt da nicht ins Bild.

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