Angeschlagener Konzern: Unsicherheit über europäisches Stahlgeschäft von Thyssen

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Angeschlagener Konzern: Unsicherheit über europäisches Stahlgeschäft von Thyssen

ThyssenKrupp kommt nicht zur Ruhe: Nach dem Milliardendesaster mit den Übersee-Werken, Kartellverstößen und Korruptionsvorwürfen rückt nun die Zukunft der europäischen Stahlsparte ins Rampenlicht.

Kaum ein Tag, an dem nicht über einen Verkauf der Sparte oder eines Teils spekuliert wird. Einige Bereiche stehen bereits zur Disposition, will Vorstandschef Heinrich Hiesinger doch neben dem ohnehin geplanten Abbau von 2000 Jobs womöglich weitere 1800 Stellen durch die Veräußerung von Beteiligungen abstoßen. Darunter sind Werke des Bereichs Electrical Steel in Gelsenkirchen, Frankreich und Indien. Mit einem Verkauf der kompletten Stahlsparte würde der Traditionskonzern ein Herzstück verlieren und sich auf das Geschäft mit Aufzügen, Anlagen, Autoteilen und U-Booten konzentrieren.
ThyssenKrupp prüfe einen Teilverkauf der europäischen Stahlsparte, berichtete am Samstag die "Rheinische Post". "Entsprechende Möglichkeiten werden gerade sondiert", zitierte die Zeitung Aufsichtsratskreise. Am Vortag hatte die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, dass es nach dem beschlossenen Verkauf der Übersee-Stahlwerke auch Überlegungen zur Trennung vom gesamten Stahlgeschäft mitsamt der 27600 Beschäftigten in Europa gebe. Eine solche Möglichkeit hatten in der Vergangenheit auch Investmentbanker gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters ins Spiel gebracht. Der Konzern hatte dies strikt zurückgewiesen.

ThyssenKrupp Heinrich Hiesinger kämpft um ThyssenKrupp

Der Vorstandschef stemmt sich gegen die Bürokratie im Konzern und versucht ein Finanzdesaster zu vermeiden.

Quelle: dpa

Auch am Samstag wollte die Konzernzentrale die Berichte nicht kommentieren. Sie verwies auf Aussagen Hiesingers, wonach eine Trennung vom europäischen Stahlgeschäft nicht geplant sei. "Ich habe immer gesagt, wir haben kein Stahlproblem. Wir haben ein Problem mit Steel Americas", hatte der Manager betont. Ganz neu wären Überlegungen zur Aufgabe des Geschäfts allerdings nicht. Im Jahr 2000 wollte ThyssenKrupp den Stahlbereich an die Börse bringen, zog die Pläne aber kurzfristig zurück.

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