Anlagenbauer: Solar-Krise erreicht Centrotherm

Anlagenbauer: Solar-Krise erreicht Centrotherm

, aktualisiert 28. Oktober 2011, 17:01 Uhr
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Angestellte im Werk Blaubeuren der Centrotherm Photovoltaics AG.

von Reuters Quelle:Handelsblatt Online

Die Solarbranche steckt in der Krise - und belastet damit die Bilanz der Zulieferer.

DüsseldorfDer bislang erfolgsverwöhnte Anlagenbauer Centrotherm ist nun auch wegen der Krise in der Solarbranche unter Druck geraten. Der Vorstand schraubte am Freitag sein Gewinnziel für 2011 kräftig herunter und sorgte an der Börse damit für einen Kursturz von über 13 Prozent auf das Jahrestief von 13,25 Euro. Vor allem hohe Verluste im Geschäft mit Produktionslinien zur Herstellung von Silizium und Wafern belasteten die Ertragslage. Das Management will nun gegensteuern und seine Sparbemühungen verstärken. Stellen würden allerdings nicht gestrichen, vielmehr würden zunächst Überstunden und Urlaub abgebaut. 

Der Vorstand erwartet 2011 nur noch eine leicht positive operative Umsatzrendite (Ebit-Marge). Ursprünglich hatte er eine Ebit-Marge im niedrigen zweistelligen Bereich angepeilt. Das bisherige Umsatzziel von 690 bis 710 Millionen Euro werde hingegen übertreffen. Hier profitiere der schwäbische Konzern noch von der starken Auftragslage und der guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr. 

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In den ersten neun Monaten erreichten die Erlöse nach ersten Berechnungen bereits 635,7 (Vorjahr: 458,4) Millionen Euro, rund elf Millionen mehr als im gesamten Vorjahr. Mit 25,2 Millionen Euro lag das operative Ergebnis (Ebit) nach neun Monaten dagegen um mehr als die Hälfte unter dem Vergleichszeitraum. Die Rendite sackte auf vier (Vorjahr: 11,6) Prozent ab. 

Hauptgrund für die starken Einbußen waren die Verluste von rund 61 Millionen Euro im Segment Silizium & Wafer. Auch im Bereich Dünnschichtmodul fiel ein Minus von 16 Millionen Euro an. Unverändert stark blieb dagegen das Geschäft Solarzelle & Module, das ein operatives Ergebnis von 102,3 Millionen Euro verbuchte. 

Mit seinem trüberen Ausblick für 2011 reihte sich Centrotherm am Freitag wie schon zuvor Manz in eine Reihe mit nationalen und internationalen Solarfirmen, die in den vergangenen Wochen ihre Hoffnung auf ein Anziehen der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte und stabile Preise aufgeben mussten. Darunter etwa der Marktführer für Wechselrichter SMA Solar , die Technikfirma Phoenix Solar oder die amerikanischen Konzerne First Solar und SunPower.

Quelle:  Handelsblatt Online
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