AstraZeneca: Konzern schöpft Hoffnung dank Krebsmittel-Studie

AstraZeneca: Konzern schöpft Hoffnung dank Krebsmittel-Studie

, aktualisiert 09. September 2017, 14:30 Uhr
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Die Immuntherapie Imfinzi - eine Therapie gegen bestimmte Formen von Lungenkrebs - habe ermutigende Ergebnisse geliefert, erklärte der Pharmakonzern.

Quelle:Handelsblatt Online

AstraZeneca hatte vor wenigen Wochen einen herben Rückschlag in der Medikamentenentwicklung hinnehmen müssen. Eine aktuelle Krebsmmittel-Studie zur Immuntherapie Imfinzi lässt den Pharmakonzern nun jedoch wieder hoffen.

MadridWenige Wochen nach einem herben Rückschlag in der Medikamentenentwicklung schöpft AstraZeneca dank einer aktuellen Krebsmittel-Studie neue Hoffnung. Eine breit angelegte klinische Untersuchung mit der Immuntherapie Imfinzi gegen bestimmte Formen von Lungenkrebs habe ermutigende Ergebnisse geliefert, teilte der britische Pharmakonzern mit. Mit der Infusion behandelte Patienten lebten demnach im Schnitt gut elf Monate länger als Patienten, die ein Placebo bekamen. AstraZeneca-Chef Pascal Soriot sagte am Samstag auf einem Onkologen-Kongress in Madrid, laut Experten könnte das Medikament bisher gängige Behandlungsmethoden ablösen.

Soriot erklärte weiter, die Therapie mit Imfinzi sei für ein frühes Stadium von Lungenkrebs konzipiert. Damit unterscheide sich sein Konzern von der Konkurrenz, die zuletzt mehr Fortschritte bei der Behandlung von fortgeschrittenen Tumoren gemacht habe. In dem frühen Ansatz sieht der Unternehmenschef eine große Chancen für AstraZeneca. Schließlich dürfte durch verstärkte Vorsorgeuntersuchungen bei immer mehr Menschen Lungenkrebs im Anfangsstadium diagnostiziert werden, so Soriot.

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AstraZeneca hatte zuletzt in der Arzneimittelentwicklung eine schwere Niederlage hinnehmen müssen. Das Ergebnis einer Großstudie deutete darauf hin, dass eine bestimmte Immuntherapie Lungenkrebs-Patienten doch nicht helfen kann. Das nun erfolgreich getestete Mittel Imfinzi könnte dem Unternehmen nach Schätzungen von Analysten jährliche Umsätze von rund zwei Milliarden Dollar bescheren. Den Experten zufolge haben die Briten in dem speziellen Anwendungsbereich zudem gegenüber Rivalen einen Vorsprung von zwei bis drei Jahren.

Quelle:  Handelsblatt Online
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