Auslieferstopps: Grippemittel von Novartis in Deutschland zurückgerufen

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Auslieferstopps: Grippemittel von Novartis in Deutschland zurückgerufen

Zuvor sollten Ärzte in Österreich einen Umweg um Impfstoffe von Novartis machen. Auch in Italien gibt es einen Auslieferungsstopp für die Grippemittel. Die Gewinne des Unternehmens beeinflusste dies noch nicht.

Das Paul-Ehrlich-Institut zieht vier Chargen des Grippeimpfstoffs Begripal und eine Charge des Impfstoffs Fluad aus dem Verkehr. Der Hersteller Novartis habe sich bereit erklärt, die betroffenen Chargen unverzüglich zurückzurufen, hieß es am Donnerstag in Langen. Manche der Impfstoffe zeigten „Ausflockungen“.

Zuvor gab es ein Verkaufsstopp für Grippeimpfstoffe in Italien und der Schweiz. Fluad wurde wegen möglicher unerwünschter Nebenwirkungen in Italien vom Markt genommen. Auch Agrippal, was laut der Sprecherin des PEI dem deutschen Begripal entspricht, wurde dort vorerst nicht mehr verkauft.

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Versorgungsengpass in Italien

Insgesamt betraf der am Mittwoch vom italienischen Gesundheitsministerium vorsorglich angeordnete Stopp vier Mittel von Novartis. Laut der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" (Donnerstagausgabe) betraf die Maßnahme rund drei Millionen Einzeldosen, von denen etwa 500.000 schon auf dem italienischen Markt seien. In zahlreichen Spritzen waren weiße Verklumpungen entdeckt worden, deren Ursprung nach Ansicht der italienischen Medikamentenbehörde (AIFA) nicht ausreichend geklärt werden konnten.

In Italien ist offenbar schon jetzt der Impfstoff knapp. "Wir haben heute einen kleinen Versorgungsengpass, der jedoch in absehbarer Zeit gelöst sein wird", sagte Gesundheitsminister Renato Balduzzi. Er betonte jedoch, die Situation sei unter Kontrolle.

Auch das Schweizer Heilmittelinstitut Swissmedic ließ vorerst den Verkauf von Agrippal und Fluad stoppen. Swissmedic erläuterte, die Sperrung in Italien sei ersten Informationen zufolge erfolgt, weil weiße Partikel in den Spritzen festgestellt worden seien. "Dabei könnte es sich um Verklumpungen von normalen Bestandteilen des Impfstoffs handeln", hieß es.

Novartis verteidigt seine Impfstoffe

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Derweil verteidigte Novartis seine Produkte und teilte in Basel mit, sie hätten weiter Vertrauen in die Sicherheit und Wirksamkeit seiner in Italien hergestellten Impfstoffe Agrippal (in Deutschland Begripal) und Fluad. Ungeachtet der jüngsten Querelen stellte der Konzern seine Bilanz für das dritte Quartal vor. Demnach sank der Nettoumsatz von Juni bis September um sieben Prozent auf 13,8 Milliarden Dollar. Den Reingewinn konnte Novartis mit 2,5 Milliarden Dollar jedoch auf dem Niveau des Vorjahres halten.

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