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Auszeichnung: Europas beste Fabrik

von Dieter Dürand

Die Note "Exzellent" geht nach Spanien: Beim Industriewettbewerb "Die Beste Fabrik" zeichnen verschiedene Business Schulen hervorragende europäische Industriebetriebe aus. Unter den Siegern sind auch Airbus und Siemens.

John Deere-Traktor Quelle: AP
Die spanische Tochter von John Deere ist Europas beste Fabrik Quelle: AP
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Der Sieg kam unerwartet – umso mehr freute sich Mario de Miguel, Vorstandschef der spanischen Tochter des US-Landmaschinenherstellers John Deere. Sein Werk in Getafe bei Madrid ist Europas produktivste und bestgeführte Produktionsstätte. Es gewann den diesjährigen Wettbewerb um Europas beste Fabriken, den die WirtschaftsWoche alljährlich gemeinsam mit den Managementschulen Insead (Frankreich), IESE (Spanien), Rotterdam School of Management (Niederlande) und der WHU (Deutschland) ausschreibt.

In einer knappen Entscheidung konnten die Spanier die nationalen Gewinner aus den anderen Ländern auf die Plätze verweisen: das Amberger Gerätewerk von Siemens, das Airbus-Werk Saint Eloi in Toulouse und den niederländischen Chip- ausrüster ASML in Veldhoven. Sie alle erhielten ihre Trophäen am vergangenen Mittwoch auf der großen Produktionskonferenz der WirtschaftsWoche in Wernberg-Köblitz bei Nürnberg, auf der die Sieger ihre Erfolgskonzepte präsentierten.

Mehr als 80 Vorstände, Werksleiter und führende Management-Professoren diskutierten auf der zweitägigen europäischen Produktionskonferenz der WirtschaftsWoche am 23. und 24. November in Wernberg-Köblitz bei Nürnberg, wie Europas Industrie sich im globalen Wettbewerb behaupten kann. Zugleich erhielten alle Preisträger des Wettbewerbs „Die Beste Fabrik“ dort ihre Auszeichnungen, den die WirtschaftsWoche alljährlich mit den renommierten Managementschulen Insead (Frankreich), IESE (Spanien), Rotterdam School of Management (Niederlande) und der WHU (Deutschland) ausschreibt.

Den Spaniern ist es nach Meinung der Juroren gelungen, aus einem nicht mehr konkurrenzfähigen Traktorenwerk binnen wenigen Jahren einen hoch spezialisierten Komponentenhersteller zu formen. Das Werk in Getafe liefert heute Antriebsstränge und Getriebe für Ernte- und Baumaschinen an John-Deere-Werke in aller Welt. "Solch einen Kraftakt bekommen nur ganz wenige hin", lobt WHU-Juror Arnd Huchzermeier. In den Augen der Jury bringt der Wettbewerb noch eine positive Botschaft. Selbst in wirtschaftlich angeschlagenen Ländern wie Spanien kann Europas Industrie sich im globalen Wettbewerb behaupten, wenn sie sich auf ihre Stärken besinnt: intelligente Organisation, starke Marktorientierung, Hochtechnologieprodukte und die enge Kooperation von Management und Belegschaft.

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