Auto- und Stahlkrise: Bei ThyssenKrupp brechen die Gewinne ein

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Auto- und Stahlkrise: Bei ThyssenKrupp brechen die Gewinne ein

Der angeschlagene Industriekonzern ThyssenKrupp hat wegen der schwachen Stahlnachfrage in Europa auch im ersten Quartal 2012/13 weniger verdient. Der Umsatz sei um acht Prozent geschrumpft.

Der von einer Skandal-Serie erschütterte Industriekonzern ThyssenKrupp leidet weiter unter der Auto- und Stahlkrise. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 (30.9.) gingen sowohl Umsatz als auch operativer Gewinn im sogenannten fortgeführten Geschäft - also ohne Sparten, die verkauft werden sollen - deutlich zurück. Der Umsatz fiel um acht Prozent auf 8,84 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Essen mitteilte. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern ging um 38 Prozent auf 229 Millionen Euro zurück.

ThyssenKrupp hatte rund 200 Millionen in Aussicht gestellt. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit Erlösen von 9,14 Milliarden Euro gerechnet und das bereinigte Ebit auf 220 Millionen Euro taxiert. Vorstandschef Heinrich Hiesinger bekräftigte die Prognose, wonach das bereinigte Ebit im Gesamtjahr bei rund einer Milliarde Euro liegen soll.

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Die Aktionärsstruktur von ThyssenKrupp

  • Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

    Die Stiftung hält mit 23,03 Prozent den Großteil aller Aktien.

  • Cevian

    Der schwedische Finanzinvestor hält 15,08 Prozent der Aktien.

  • Rest

    51,89 Prozent der Aktien werden von internationalen institutionellen Anlegern gehalten.

  • Privatanleger

    Privatanleger halten zehn Prozent der ThyssenKrupp-Papiere.

"Wir sind auf gutem Weg, unsere operativen Ziele im Gesamtjahr zu erreichen", sagte der Manager. Mit der heutigen Ertragskraft könne der Konzern aber nicht zufrieden sein. Hiesinger will binnen drei Jahren zwei Milliarden Euro einsparen. Das verlustreiche amerikanische Stahlgeschäft will er abstoßen, in der europäischen Stahlsparte sollen mehr als 2000 der zuletzt 27.600 Stellen wegfallen und die Kosten um 500 Millionen Euro gedrückt werden.

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ThyssenKrupp rechnet weiter mit einem Verkauf seiner Stahlwerke in Brasilien und den Vereinigten Staaten bis Ende September. Man sei zuversichtlich, „im Laufe des Geschäftsjahres 2012/2013 für beide Werke eine neue Perspektive zu finden“. Die beiden Werke haben in der Vergangenheit tiefe Löcher in die Bilanz gerissen und im Geschäftsjahr 2011/2012 für einen Verlust von fünf Milliarden Euro gesorgt. Mit dem Verkaufserlös will das Unternehmen seine Schulden weiter drücken.

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